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Neues Konzept für psychisch Kranke nach der Entlassung

BERLIN/RÜDERSDORF (ami). Ein neues sektorübergreifendes Behandlungskonzept für psychisch Kranke hat die Techniker Krankenkasse mit der Immanuel Klinik Rüdersdorf im Osten Berlins gestartet. Die Kasse will damit sogenannte Drehtüreffekte vermeiden.

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"Wir müssen feststellen, dass sich bisher die Versorgung psychisch kranker Menschen an den Therapieangeboten vor Ort und leider nur selten an den spezifischen Bedürfnissen der Patienten orientiert", so die TK-Chefin in Brandenburg Susanne Hertzer.

Patienten würden durch eine stationäre Behandlung oft aus ihrem gewohnten Lebensumfeld herausgerissen, nach der Entlassung fehle es aber vielen an konkreter Unterstützung, so dass sie bei der nächsten Krise wieder in der Klinik vorstellig werden.

Dieses Defizit versucht die TK nun mit einem Konzept der "optimierten Versorgung in der Psychiatrie" gemeinsam mit der Rüdersdorfer Spezialklinik zu beheben.

Ziel sei es, die Patienten so weit zu unterstützen, dass sie überwiegend im gewohnten Umfeld bleiben können, so Hertzer.

"Hilfe kommt da an, wo sie gebraucht wird"

Zentrale Elemente des Behandlungskonzepts sind ein fester Ansprechpartner für jeden Patienten und ein Hausbesuchsdienst.

Das Behandlungsangebot soll auf die Patienten zugeschnitten werden und stationäre Angebote der Klinik wie ambulante Behandlungsangebote der Psychiatrischen Institutsambulanz gleichermaßen berücksichtigen.

Die Hausbesuche durch Sozialarbeiter werden bei Bedarf ärztlich begleitet.

Dr. Martin Heinze, Chefarzt der Immanuel Klinik Rüdersdorf zeigt sich von dem Konzept überzeugt: "Die Dauer und Häufigkeit von Klinikaufenthalten kann auf ein Minimum gesenkt werden und die Hilfe kommt da an, wo sie gebraucht wird", so Heinze.

Das neue Behandlungskonzept wird seit Januar angeboten. 45 TK-Versicherte nehmen bereits teil.

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