Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

PEPP muss zum TÜV

Florian StaeckVon Florian Staeck Veröffentlicht:

Es kommt nicht häufig vor, dass politische Reformprojekte, sind sie einmal auf die Schiene gesetzt, bei voller Fahrt noch gebremst werden. Genau das ist nun beim Pauschalierenden Entgeltsystem für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen (PEPP) geschehen.

Die Teilnahme am neuen Vergütungssystem für psychiatrische Kliniken sollte eigentlich ab 2015 zur Pflicht werden. Union und SPD haben diese Optionsphase nun bis Ende 2016 verlängert. PEPP soll "grundsätzlich geprüft" werden.

Dieser Schritt ist sinnvoll - die gewonnene Zeit sollte zum Nachdenken und Nachbessern genutzt werden. Als Beispiel, wie es nicht gehen sollte, sei an die Umsetzung der Fallpauschalen (DRG) erinnert. Die Logik des neuen Entgelt-Systems krempelte ab 2005 die Strukturen der Krankenhäuser um, die Begleitforschung trottete - mit großem Zeitverzug - hinterher. Das soll mit PEPP nicht noch einmal passieren.

Überdacht werden sollte auch die oft bemühte Phrase, PEPP sei als "lernendes System" angelegt, darum würden sich alle Startprobleme schon von selber lösen. Das ist falsch. Stimmen die Grundlagen der Vergütungsreform nicht, lernt das System das Falsche. Deshalb muss PEPP nun zum TÜV und verkehrstauglich werden.

Lesen Sie dazu auch: Entgeltsystem PEPP: Akzeptanz sieht anders aus

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Schritt als Signal an die Mitglieder

Kammerbeiträge in Thüringen sinken moderat

Das könnte Sie auch interessieren
Update Multiple Sklerose: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

© libre de droit | iStock

Update MS

Update Multiple Sklerose: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Einfluss der MS-Therapie auf Immunzellen im Liquor

© Yozayo | iStock

Intrathekale Entzündung

Einfluss der MS-Therapie auf Immunzellen im Liquor

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Ein erreichbares Ziel bei MS?

© Merck KGaA

Therapiefreie Remission

Ein erreichbares Ziel bei MS?

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Verlauf des Rett-Syndroms

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Rett-Syndrom

Diagnose und Verlauf einer herausfordernden Erkrankung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb. 1: Folgen einer Fehldiagnose bei Menschen mit einer Seltenen Erkrankung (SE), die angaben, dass ihre SE oder die SE einer von ihnen betreuten Person mindestens einmal falsch diagnostiziert wurde (n=4.756)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Neuromyelitis-Optica-Spektrum-Erkrankungen

Weshalb das rechtzeitige Erkennen und Behandeln wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Komplexe Gemengelage

COVID-Prophylaxe 2.0: Das gilt bei der Abrechnung

Lesetipps