Direkt zum Inhaltsbereich

Pflegeausbildung

Petition gegen Generalistik im Bundestag

Veröffentlicht:

BERLIN. Die geplante Umstellung der Pflegeausbildung auf ein einheitliches Berufsbild wird am Montag den Petitionsausschuss des Bundestags beschäftigen. Knapp 150.000 Unterzeichner haben die von der Gießener Kinder- und Jugendkrankenschwester sowie Pflegelehrkraft Monika Otte eingereichte Petition bislang unterstützt.

Die Bundesregierung plant, die bisher getrennten Ausbildungsgänge zur Kranken- Kinderkranken- und Altenpflege zu vereinheitlichen. Derzeit berät der Bundestag das Gesetz und die Eckpunkte einer Verordnung zur Ausbildungsstruktur.

Für Otte ist der Entwurf die Fortsetzung eines bereits seit 2003 andauernden Qualitätsabbaus, vor allem in der Kinder- und Jugendkrankenpflege. Zwei Drittel der praktischen Ausbildung und mindestens die Hälfte des Theorieblocks sollten fachspezifisch der Kinderrankenpflege zugeordnet werden. Das sei schon heute nicht mehr überall der Fall, sagte Otte am Dienstag im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

Der aktuelle Entwurf, der vorsehe, allen rund 100.000 Schülern eines Jahrgangs Einblicke in die Kinder- und Jugendkrankenpflege zu verschaffen bedeute eine "völlige Überforderung der Kinderkliniken", sagte Otte.

Die Daueranwesenheit von Anfängern könne die Stationen vor Aufsichts- und Haftungsprobleme stellen, sagte Otte zur "Ärzte Zeitung".

95 Prozent der aktuell 37.000 Kinderkrankenschwestern sprächen sich gegen die Generalistik aus, betonte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendkrankenpflege, Dr. Karl-Josef Eßer. Der Berufsverband Kinderkrankenpflege, der sich für die Generalistik ausspreche, vertrete lediglich 1500 Schwestern. (af)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Vorteile von Vamorolon

© Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, modifiziert nach [3−5, 6]

Duchenne-Muskeldystrophie (DMD)

Neue Perspektiven für die Versorgung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, München
Abb. 1: Verlauf des Rett-Syndroms

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Rett-Syndrom

Diagnose und Verlauf einer herausfordernden Erkrankung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb. 1: Typische Körperumrisse bei Achondroplasie

© BioMarin

Achondroplasie

Gezielte Therapie: erste Lebensjahre sind entscheidend

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioMarin Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Progression bremsen

Rhythmuskontrolle bei Vorhofflimmern: Wann initiieren?

Mögliche Glutenquelle

Wie riskant ist ein Zungenkuss bei Zöliakie?

Lesetipps
Syphilis-Läsion im Mund einer infizierten Person.

© CID / Science Photo Library

Kein Herpes, kein Krebs

Was steckte hinter den schlecht heilenden Ulzera im Mund?

Illustration von einer Person mit einem schwarzen Knäuel statt eines Kopfes.

© Khosrork / Getty Images / iStock

Neurodivergenz

ADHS in der Hausarztpraxis: Hinweise für die Diagnostik