Prämie

Pflegeverband: Geplante Corona-Boni aus Steuermitteln bezahlen

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe begrüßt die geplante Corona-Prämie für Pflegekräfte in Krankenhäusern. Für die Kosten soll der Steuerzahler aufkommen.

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Berlin. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat Pläne für eine Ausweitung der Corona-Boni auf Beschäftige in Krankenhäusern begrüßt.

„Pflegefachpersonen im Krankenhaus und in Rehabilitationseinrichtungen stehen in der Bekämpfung der Corona-Pandemie genauso in erster Reihe wie die Pflegefachpersonen in der stationären und ambulanten Langzeitpflege“, sagte der stellvertretende Geschäftsführer des Verbandes, Peter Tackenberg, am Freitag der „Ärzte Zeitung“.

„Gesamtgesellschaftliche Aufgabe“

Die Bonuszahlung sei als Anerkennung der Leistungen der beruflich Pflegenden für eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ gedacht, betonte Tackenberg. „Sie ist keine Kompensation für zu niedrige Gehälter.“

Daher seien die Boni aus Steuermitteln und nicht aus Mitteln der Versicherten zu finanzieren. Auch brauche es eine bundesweit einheitliche Lösung. Das gelte für alle Versorgungssektoren und alle Mitarbeitenden, die einem Infektionsrisiko ausgesetzt seien.

Deutsche Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband sollen bis spätestens Anfang September Vorschläge unterbreiten, wie eine Bonuszahlung für Krankenhausmitarbeiter umgesetzt werden kann. Für Altenpfleger war die Sonderzahlung bereits mit dem zweiten Pandemie-Gesetz Ende Mai von Bundestag und Bundesrat beschlossen worden. (hom)

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