Klinikreform

Pflegeverband fordert Ende der Sektoren

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK)b ekennt sich klar zu innovativer Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und veröffentlicht ein Positionspapier zur Bundestagswahl.

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Berlin. Ein Ende der Sektorengrenzen und innovative Versorgungskonzepte gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten hält der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) für unabdingbar. Dabei handelt es sich um eine der zwölf Forderungen, die der Verband in einem Positionspapier für die Bundestagswahl formuliert.

Arbeitsbelastung in der Pflege und die Finanzierung sind weitere Schwerpunkte des Positionspapieres. Es bedürfe einer Verringerung der „extrem hohen Arbeitsbelastung“ für das Pflegepersonal“ in Krankenhäusern und Mitsprache der Profession in der Selbstverwaltung fordert der Verband. Der leichte Stellenaufbau in den vergangenen Jahren könne die gestiegenen Anforderungen des Arbeitsalltages in den Krankenhäusern nicht kompensieren.

PPR 2.0 sollte sofort eingeführt werden

Der Verband spricht sich für die sofortige Einführung der PPR 2.0 (Pflegepersonal-Regelung) als Übergangslösung aus. Bis 2025 soll die PPR 2.0 von einem noch zu entwickelnden Personalbemessungsinstrument abgelöst werden. Der Verband plädiert zudem für eine Krankenhausplanung, die Anforderungen an Zahl und Qualifikation des Pflegepersonals sowie an Krankheitsbildern orientierte Struktur- und Qualitätsvorgaben einbezieht.

Der DBfK macht sich stark für eine umfassende Finanzierung des stationären Sektors. Sie soll Prozess- und Vorhaltekosten für Abteilungen wie Geburtshilfe und Notfallversorgung enthalten. Die Länder und der Bund werden aufgefordert, ihren Verpflichtungen im System der dualen Finanzierung nachzukommen. Gewinnausschüttungen an private Investoren sollten nach Auffassung der DBfK verboten sein. (af)
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