Bayern

Präimplantationsdiagnostik weniger gefragt

Die Bayerische Ethikkommission für Präimplantationsdiagnostik (PID) hat 2019 über 243 Anträge entschieden. 214 wurden zustimmend bewertet.

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München. In Bayern ist die Anzahl der Anträge für die Durchführung einer Präimplantationsdiagnostik (PID) in diesem Jahr leicht zurückgegangen. Laut Mitteilung des bayerischen Gesundheitsministeriums hat die Bayerische Ethikkommission für Präimplantationsdiagnostik (PID) im Jahr 2019 über 243 Anträge entschieden. Davon wurden 214 Anträge zustimmend bewertet. Im Jahr 2018 hatte die Kommission 218 von insgesamt 247 Anträgen gebilligt.

Die Bayerische Ethikkommission für PID besteht seit über vier Jahren. Seit ihrer Konstituierung im März 2015 hat sie insgesamt über 808 Anträge entschieden. Davon wurden 710 Anträge zustimmend bewertet und 98 Anträge abgelehnt. Die nächste Sitzung ist für den 14. Januar 2020 geplant.

Die PID darf in Deutschland nach dem Embryonenschutzgesetz nur in Ausnahmefällen unter strengen Voraussetzungen vorgenommen werden. In Bayern ist sie auf vier dafür zugelassene Zentren begrenzt. Zwei davon befinden sich in München, weitere Standorte sind Planegg-Martinsried und Regensburg.

Aufgabe der achtköpfigen Ethikkommission, ist es, in jedem Einzelfall die Einhaltung der gesetzlichen Voraussetzungen für eine PID zu prüfen. Bei der Entscheidung werden neben ethischen auch psychische und soziale Aspekte berücksichtigt. „Die Bayerische Ethikkommission für PID leistet einen wichtigen Beitrag dafür, dass in Bayern die medizinischen Möglichkeiten verantwortungsbewusst genutzt werden“, so die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml. „Keinesfalls darf die PID als ein Selektionsinstrument wahrgenommen werden. Oberste Priorität hat immer der Schutz des Lebens“, betonte sie dabei zugleich. (bfe)

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