Senat sieht gesunde Perspektiven für die Hamburger

HAMBURG (di). Hamburgs Gesundheitssenator Dr. Dietrich Wersich beurteilt die gesundheitliche Situation in Hamburg insgesamt positiv. Durch steigende Eigenverantwortung der Menschen erhofft er sich Verbesserungen.

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Ein "ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein und ein fundiertes Gesundheitswissen" wünscht sich Wersich in der Bevölkerung, damit sich die insgesamt positive Entwicklung der Gesundheit in der Hansestadt beschleunigt. Bei der Vorlage eines Berichts mit Basisinformationen zur Gesundheit wurde deutlich, dass in den vergangenen Jahren viele Ziele erreicht wurden:

  • Höhere Lebenserwartung: Hamburgs Männer werden inzwischen im Durchschnitt 77 Jahre alt, Frauen 82 Jahre; dies entspricht einem Zuwachs seit 1986 bei Männern um 5,2 Jahre, bei Frauen um 3,6 Jahre.
  • Mehr Geburten: Im Jahr 2007 wurden 16 727 Säuglinge geboren. Seit 2002 gibt es in Hamburg einen Anstieg bei den Geburtenzahlen.
  • Weniger Säuglingssterbefälle: Seit Mitte der 1970er Jahre ging die Säuglingssterblichkeit relativ stetig zurück; in den vergangenen zehn Jahren allein um rund 40 Prozent.
  • Weniger vermeidbare Sterbefälle (zum Beispiel Herzkrankheiten zwischen 35 und 65 Jahren oder Krankheiten der Leber zwischen 15 und 75 Jahren): Dort liegt Hamburg mit zwölf Prozent leicht unter dem bundesweiten Durchschnitt und deutlich vor den Stadtstaaten Bremen (17 Prozent) und Berlin (15 Prozent).
  • Gutes Versorgungssystem: 3256 niedergelassene Ärzte (541 Einwohner je Arzt), 683 psychologische Psychotherapeuten, 1451 Zahnärzte sowie 32 Krankenhäuser und 19 Privatkliniken gewährleisten die medizinische Versorgung.
  • Behandlungsspektrum: Herzinsuffizienz, Alkoholkrankheiten, Lungenentzündungen und Schlaganfälle sind die häufigsten Diagnosen in den Kliniken. In allgemeinärztlichen Praxen sind es Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte und Rückenschmerzen.
  • Kosten: Die gesetzlichen Krankenkassen in Hamburg gaben im Jahr 2007 rund 717 Millionen Euro für die ambulante Versorgung aus, für allgemeine stationäre Krankenhausleistungen rund 1,7 Milliarden Euro und für Medikamente (im Jahr 2008) rund 497 Millionen Euro.
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