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Auf dem Bau

Sonne fördert Hautkrebs als Berufskrankheit

Die BG Bau stellt einen Zusammenhang zwischen mehr Hautkrebsfällen auf dem Bau und dem Klimawandel her.

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Berlin. Der Klimawandel schlägt durch bis in die Statistik der Berufskrankheiten. Darauf hat die Berufsgenossenschaft Bau am Dienstag aufmerksam gemacht.

Der durch die natürliche Ultraviolettstrahlung verursachte weiße Hautkrebs war demnach die am häufigsten diagnostizierte Berufskrankheit in der Bauwirtschaft und ihrer Dienstleistungsbranchen.

2700 neue Fälle verzeichnete die BG im vergangenen Jahr. Das war knapp jede fünfte überhaupt gemeldete Berufskrankheit auf dem Bau. Im Jahr zuvor hatte die Zahl der Hautkrebs-Verdachtsfälle sogar bereits die 3000-Marke überschritten.

Tückische Krankheit

„Die Statistik zeigt, dass Hautkrebserkrankungen in der gesamten Bevölkerung deutlich zunehmen“, sagte Bernhard Arenz, Leiter der Hauptabteilung Prävention der BG Bau, am Dienstag bei einer Pressekonferenz.

Durch den Klimawandel werde es in Mitteleuropa zunehmend wärmer und trockener. Langandauernde Belastungen bei der Arbeit im Freien machten daher einen wirksamen UV-Schutz notwendig, betonte die Ärztliche Direktorin des Arbeitsmedizinischen Dienstes der BG Anette Wahl-Wachendorf. Die Krankheit sei besonders tückisch, da sie erst nach 20 oder sogar 30 Jahren offenbar werde.

Ärztetag verschiebt Debatte

In der Ärzteschaft steht der Klimawandel noch nicht ganz oben auf der Tagesordnung. Die Organisatoren des Deutschen Ärztetages, virtuell am 4. und 5. Mai, haben eine Diskussion des Themas für dieses Jahr vom Programm genommen. Jetzt soll der Klimawandel 2022 beim Ärztetag in Bremen ausreichend Raum bekommen. (af)

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