Medizinethik

Stichtag war nicht erfolgreich

Veröffentlicht: 14.04.2008, 05:00 Uhr

Stichtagsabschaffung: Ulrike Flach, FDP

Die befruchtete Eizelle hat nicht den gleichen Status wie der Embryo nach der Einnistung im Mutterleib. Das ist in den Anhörungen des Deutschen Bundestags deutlich geworden.

Das ist ein Entwicklungsstadium, bei dem wir in Deutschland ohne Probleme die "Pille danach" oder die Spirale gelten lassen. Was für die Verhütung gelten darf, muss doch gerade für hochwertige medizinische Forschung gelten.

Unsere Messlatte ist neben der Menschenwürde die Ethik des Heilens. Fast alle bekannten Stammzelllinien stammen aus überzähligen Embryonen. Sie wurden von ihren Eltern gespendet, sonst wären sie vernichtet worden. Obwohl von Deutschland kein Anreiz ausgegangen ist, sind die Stammzelllinien entstanden. Das zeigt, wie wenig erfolgreich der Stichtag ist. Wir wollen international gleichwertige Bedingungen für Forscher in Deutschland ermöglichen.

Lesen Sie dazu auch: Ein Stich für die Stammzellforscher

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: "Eine weit reichende Signalwirkung für die Wissenschaft"

SO IST DIE STAMMZELLFORSCHUNG IN ANDEREN LÄNDERN GEREGELT Staats-Geld nur für alte Stammzelllinien Dolly hat die Dämme gebrochen Forschungsklonen - theoretisch verboten Forschung ist seit Juli 2007 erlaubt Keine Stichtagsregel für die Forscher

DIE DEBATTE ZUR STAMMZELLFORSCHUNG - AUSZÜGE AUS DEN BUNDESTAGSREDEN Ich bin zu einer neuen Einschätzung gekommen Glaubwürdigkeit wird beschädigt Beide Forschungsansätze nötig Die Tür wird nicht mehr zugehen Stichtag war nicht erfolgreich Stabile Übereinkunft für ethisches Dilemma Keine Argumente für die Verschiebung

Lesen Sie dazu auch: Bundestag erleichtert Stammzellimport Bundestag liberalisiert das Stammzellgesetz Ein winziger Zellhaufen für die Forschung - eine große ethische Frage für den Bundestag

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