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Kommentar – Darmkrebsmonat

Stockende Krebs-Vorsorge

Wolfgang van den BerghVon Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Stillstand bei der Darmkrebsvorsorge! Das werfen die Initiatoren für ein organisiertes Darmkrebsscreening Politik und Selbstverwaltung vor. Fünf Jahre nach Einführung des Krebsfrüherkennungs- und -registergesetzes hat sich nicht viel getan, außer dass der wenig sensitive chemische Stuhltest durch den immunchemischen Stuhltest ersetzt wurde. Doch reicht das?

Beim Einladungsverfahren hakt es an allen Ecken und Enden – Fristen werden nicht eingehalten. Unklar ist, wie es weitergehen soll, sagte Christa Maar jüngst im Interview mit der "Ärzte Zeitung".

Die Chefin der Felix Burda Stiftung und des Netzwerks gegen Darmkrebs hat starke Verbündete: 17 Fachgesellschaften und Berufsverbände haben nun ein konkretes Konzept vorgelegt, wie die Vorsorge verbessert werden kann. Dabei geht‘s explizit auch um das Einladungsverfahren. Mit der Einladung sollen der Test und ein frankierter Umschlag fürs Labor verschickt werden. Das macht Sinn. Warum braucht der GBA so lange für eine solche Entscheidung?

Die AOK Baden Württemberg macht‘s jetzt vor und lässt den Erfolg der Kombi aus Einladung und Test im Rahmen ihres AOK-HausarztProgramms prüfen. Warum soll etwas, das in den Niederlanden gut funktioniert, bei uns scheitern?

Lesen Sie dazu auch: Verbände werden aktiv: Darmkrebsscreening-Konzept in Eigenregie

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