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Vorbereitungen

US-Gesundheitsbehörde CDC plant Verteilung von Corona-Impfstoff

US-Behörden planen bereits jetzt die Abläufe für die Verteilung eines Impfstoffes gegen SARS-CoV-2 vor. Könnten die ersten Impfungen bereits im Oktober beginnen?

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Washington. Die US-Gesundheitsbehörde CDC trifft Vorbereitungen für die Verteilung eines potenziellen Corona-Impfstoffes bereits ab Ende Oktober. Zugleich räumte sie ein, dass es sich dabei zunächst um ein theoretisches Szenario handelt.

Dies geht aus Unterlagen hervor, die von der „New York Times“ am Mittwoch veröffentlich wurden. Die Planungsdokumente wurden an US-Bundesstaaten und Städte verschickt, wie die CDC unter anderem dem Sender CNN bestätigte.

Das bedeutet, dass eine Infrastruktur für den Beginn von Impfungen unmittelbar vor der US-Präsidentenwahl am 3. November geschaffen werden soll. Den Unterlagen zufolge rechnet die CDC damit, dass Ende Oktober lediglich zwei Millionen Dosen eines Impfstoffes und eine Million Dosen eines weiteren Impfstoffes verfügbar sein könnten.

Phase-III-Studien laufen für mehrere Impfstoffe

Mehr als 30 Impfstoff-Kandidaten werden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO bereits an Menschen getestet. Bislang konnte aber noch für kein Mittel gezeigt werden, dass es wirklich vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützt. Für diesen Nachweis sind länger dauernde Studien mit Tausenden Probanden notwendig. Solche Phase-III-Studien laufen derzeit nur für einige wenige Impfstoffe.

Präsident Donald Trump hatte die Gesundheitsbehörde FDA im August aufgefordert, mehr Tempo bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs zu machen. FDA-Chef Stephen Hahn ließ daraufhin in der „Financial Times“ durchblicken, dass er eine Noterlaubnis zum Einsatz eines Impfstoffs in bestimmten Fällen auch vor Abschluss der Phase-3-Tests für möglich halte.

Institut verteidigt frühzeitige Vorbereitung

Bei diesen Versuchen werden mit einer großen Anzahl Probanden die Wirksamkeit und die Sicherheit in Bezug auf Nebenwirkungen getestet. Deswegen hatten Gesundheitsexperten gewarnt, zu schnelles Handeln könne das Vertrauen in eine Corona-Impfung gefährden.

Der Chef der US-Forschungsagentur National Institutes of Health (NIH), Francis Collins, verteidigte die Planungen der CDC. Es sei zwar unwahrscheinlich, dass ein Impfstoff zu diesem Zeitpunkt bereits fertig sein werde, aber es sei wichtig, frühzeitig Vorbereitungen für seine Verteilung zu treffen. (dpa)

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