Kommentar zum 10. Gesundheitspflege-Kongress

Unbequeme Fragen zum Wert der Pflege

Dirk SchnackVon Dirk Schnack Veröffentlicht:

Das Jahr der Pflege? Ein Flop. Die eigene Kammer? Noch immer nicht gegründet. Anerkennung, angemessene Bezahlung, Akademisierung? Die Liste der unerfüllten Wünsche der Pflegekräfte ließe sich fortsetzen. Gewiss, Gesundheitspolitik ist kein Wunschkonzert und nicht jede Forderung von Verbandsvertretern darf von der Politik als Auftrag verstanden werden.

Aber eine stärkere Wertschätzung der Pflegeberufe ist angesichts der Herausforderungen, denen sich diese Berufsgruppe täglich stellt, überfällig. Dabei darf es nicht bei warmen Worten bleiben. Fakt ist, dass der Bedarf an und die Anforderungen für Pflegekräfte weiter ansteigen werden.

Solange in diesem Beruf aber wenig attraktive Rahmenbedingungen herrschen, werden sich nicht genügend junge Menschen finden, die sich diesen Herausforderungen stellen. Konkret brauchen Pflegekräfte eine Abkehr von der stetigen Arbeitsverdichtung - mehr Zeit aber heißt mehr Personal und höhere Kosten.

Die Politik muss also die unbequeme Frage stellen, wie viel der Gesellschaft gute Pflege wert ist. Damit steht die Pflege vor dem gleichen Problem wie der gesamte Gesundheitssektor, der die Politik bis heute nicht zu solch einer unbequemen Frage bewegen konnte - vielleicht hilft hier der Schulterschluss zwischen Ärzten und Pflegekräften.

Lesen Sie dazu auch: Künftige Pflege: "Mit Schleckerfrauen und Straftätern nicht zu meistern"

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