Schleswig-Holstein

Uni-Kliniken erhalten 93,6 Millionen Euro im Norden

An den Unikliniken soll die Allgemeinmedizin gestärkt und Studierende früher erreicht werden.

Veröffentlicht:

KIEL. Die schleswig-holsteinische Landesregierung will der Hochschulmedizin im Norden mehr Planungssicherheit geben. Den beiden Hochschulen in Kiel und Lübeck stellt das Land in diesem Jahr zusammen 93,6 Millionen Euro zur Verfügung, die unter anderem in die Stärkung der Allgemeinmedizin fließen sollen.

"Die Medizin ist ein Schlüsselthema für Schleswig-Holstein" begründete Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Oliver Grundei die Förderung. Die Mittel liegen fünf Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Kiel erhält 53,7 Millionen Euro, Lübeck fast 40 Millionen Euro. Beide Standorte bilden Mediziner aus und verfügen über einen Lehrstuhl für Allgemeinmedizin.

Um einem drohenden Ärztemangel entgegenzuwirken, erwartet die Landesregierung eine Stärkung des Fachs an den Unis. "Interessierte Studierende der Humanmedizin werden bereits im zweiten Fachsemester in ärztlichen Kompetenzen und Praktiken geschult und an Lehrpraxen im ländlichen Raum vermittelt", teilte das Wissenschaftsministerium mit.

Erstmals verbunden sind mit den aufgestockten Mitteln Ziel- und Leistungsvereinbarungen für die Hochschulmedizin. Neben der Stärkung der Allgemeinmedizin sehen diese vor, dass die Digitalisierung in Forschung und Lehre an der medizinischen Fakultät in Kiel forciert, der Forschungsbereich Präzisionsmedizin unterstützt und die Teil-Akademisierung der Gesundheitsfachberufe in Lübeck gefördert wird.

 "Damit zeigen wir, dass wir die Akademisierung der Gesundheitsfachberufe ernst nehmen. Wir erkennen die komplexen Herausforderungen dieser Berufe an und eröffnen neue Qualifizierungswege", sagte Grundei.

Im Forschungsbereich Präzisionsmedizin bündeln die beiden Standorte ihre Kompetenzen in einer gemeinsamen Einrichtung unter dem Namen Precision Health Schleswig-Holstein (PHSH). Ziel sind neue Konzepte für Frühdiagnostik und präventive Intervention von chronischen und altersabhängigen Erkrankungen. (di)

Mehr zum Thema

Abrechnung

Corona-Sonderregeln im EBM verlängert

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Erstbescheinigung bei Arbeitsunfähigkeit: Wird statt einer F-Diagnose eine R-Diagnose gewählt, ist gemäß Richtlinie zunächst nur eine Dauer der AU für sieben Tage erlaubt.

© picture alliance / Bildagentur-online/McPhoto

BAG-Urteil

AU bei Kündigung: Darauf sollten Hausärzte achten

Schwangere ab dem 2. Trimenon gehören jetzt offiziell zu den Zielgruppen für die COVID-Impfung.

© New Africa / stock.adobe.com

STIKO-Empfehlung

So sollen Schwangere gegen COVID-19 geimpft werden