Direkt zum Inhaltsbereich

Sachsen

Vertragsärzte testen Reisende an Flughäfen auf Coronavirus

An den Airports Dresden und Leipzig/Halle können sich Flugreisende auf das Coronavirus testen lassen. Die KV konnte für diese Aufgabe Vertragsärzte gewinnen.

Sven EichstädtVon Sven Eichstädt Veröffentlicht:
Eine Ärztin der KV Sachsen nimmt in der Corona-Teststation für Urlaubsrückkehrer am Flughafen Dresden bei einem Mann einen Abstrich.

Eine Ärztin der KV Sachsen nimmt in der Corona-Teststation für Urlaubsrückkehrer am Flughafen Dresden bei einem Mann einen Abstrich.

© Robert Michael/dpa

Dresden/Leipzig. Seit Anfang August sind an den beiden sächsischen Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle Testzentren der KV Sachsen auf das Coronavirus in Betrieb.

Dort könnten sich alle Flugreisenden aus dem Ausland kostenlos untersuchen lassen, teilte das sächsische Gesundheitsministerium in Dresden mit. Das gelte für alle, die an den beiden Flughäfen landeten. Es sei nicht erforderlich, dass sie ihren Wohnsitz oder ständigen Aufenthalt in Sachsen hätten. Wenn Menschen aus Risikogebieten einreisten, müssten sie sich „umgehend in häusliche Quarantäne“ begeben – mindestens, bis ein negatives Testergebnis vorliegt. Die Testergebnisse müssten Urlauber aus Risikogebieten dem jeweils zuständigen Gesundheitsamt mitteilen.

Die Testergebnisse lägen „in der Regel innerhalb von ein bis maximal zwei Tagen“ vor, teilte die KV Sachsen auf Anfrage der „Ärzte Zeitung“ mit. Außerdem solle der Reisende seinen Befund auf die Corona-Warn-App erhalten, wenn er sie installiert hat. In den beiden Testzentren an den Flughäfen würden die Abstriche genommen, die Auswertungen erfolgten in separaten Laboren.

Vertragsärzte erhalten 100 Euro Vergütung pro Stunde

Die KV fügte an, dass die Ärzte in den Testcentern auf den Flughäfen den Grund der Abstrichentnahme auf der Laborüberweisung nicht dokumentierten. Die Mediziner am Flughafen stellten die Laborüberweisungen auf Vordrucken des öffentlichen Gesundheitsdienstes aus.

Die KV Sachsen ergänzte, dass für die Testungen an den Flughäfen Vertragsärzte hätten gewonnen werden können, die sich „bisher zahlreich freiwillig gemeldet“ hätten. Jeder Arzt erhalte eine Stundenvergütung von 100 Euro. Das Gesundheitsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass der Freistaat Sachsen die Kosten für die von der KV gestellten Ärzte und Arzthelfer übernehme.

Dazu sollte zwischen dem Ministerium und der KV Sachsen eine Vereinbarung abgeschlossen werden. Diese Vereinbarung befand sich bis Redaktionsschluss laut der KV noch „in der Abstimmung“.

Lesen sie auch
Lesen sie auch
Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Von Infektionen bis Dermatozoenwahn

Dermatologische Komplikationen von „Chemsex“

Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Pityriasis versicolor

© iStock / C5C

Kleienpilzflechte im Sommer

Pityriasis versicolor sicher erkennen und gezielt behandeln

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Protest vor dem Bundestag: Die Aktionsgruppe „NichtGenesen“ positionierte im Juli auf dem Gelände vor dem Reichstagsgebäude Rollstühle und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland über drei Millionen Menschen gebe, dievon einem Post-COVID-Syndrom oder Post-Vac betroffen sind.

© picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Symposium in Berlin

Post-COVID: Das Rätsel für Ärzte und Forscher

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Anstoß zur Diskussion

Darmkrebs: Ist die koloskopische Überwachung falsch aufgestellt?

Lesetipps
Sklerenikterus bei einem älteren Patienten

© Dr. P. Marazzi / Science Photo Library

Meist Adenokarzinome

Tipps zur Früherkennung: Warnzeichen für Pankreaskrebs erkennen

Symbolbild eines Darms mit einer Lupe

© kirania / Generated with AI / Stock.adobe.com

Wandel der postoperativen Therapie

Morbus Crohn: Biologika senken das Rezidivrisiko nach Darmresektion

Sicht eines Patienten mit AMD: Das zentrale Sehen ist stark eingeschränkt durch einen dunklen Fleck.

© Tunatura - stock.adobe.com

AMD-Prävention

Altersabhängige Makuladegeneration: Leitlinie gibt Empfehlungen zum Screening