Bericht über Tabak-Epidemie vorgelegt

WHO warnt vor E-Zigaretten

E -Zigaretten müssen stärker reguliert werden, fordert die WHO. Vor allem, weil die Produkte mit ihren Geschmacksnoten für Minderjährige oft der Einstieg in den späteren Tabakkonsum sind.

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Junge Frau mit E-Zigarette, Berlin, Deutschland.

Die E-Zigaretten sind oft, vor allem aufgrund der Geschmacksnoten, der Einstieg in den späteren Tabakkonsum für Minderjährige, so die WHO.

© tunedin / stock.adobe.com

Genf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor E-Zigaretten und anderen elektronischen Geräten zum Konsum des Suchtmittels Nikotin. Diese Produkte würden oft mit ihren Geschmacksnoten gezielt an Kinder vermarktet.

Und minderjährige Nutzer griffen später zwei- bis dreimal häufiger zur herkömmlichen Zigarette als andere Jugendliche, heißt es im 8. Bericht über die Tabak-Epidemie, den die WHO am Dienstag veröffentlichte.

In der EU werden nach Angaben der WHO tausende verschiedene Marken von E-Zigaretten- und -Liquids (Flüssigkeiten) vertrieben. Der globale Umsatz sei zwischen 2014 und 2019 von rund 2,8 Milliarden Dollar auf 15 Milliarden Dollar (12,7 Mrd Euro) gestiegen.

WHO: Langzeitfolgen von E-Zigaretten noch nicht erforscht

Die langfristigen Folgen von E-Zigaretten seien noch nicht erforscht. „Aber es zeichnet sich zunehmend ab, dass diese Produkte nicht harmlos sind“, so die WHO. Manche Liquids enthielten doppelt so viel Nikotin wie herkömmliche Zigaretten. In Studien seien bereits Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hoher Blutdruck und Lungenprobleme nachgewiesen worden.

Selbst in angeblich nikotinfreien Produkten finde sich das Suchtmittel oft, sagte WHO-Tabak-Experte Rüdiger Krech. Für die Verbraucher sei es schwierig, Produkte mit und ohne Nikotin zu unterscheiden.

„Elektronische Nikotingeräte müssen besser reguliert werden“, verlangte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. „Wo sie nicht verboten würden, sollten Behörden Kinder, Jugendliche und andere Zielgruppen besser vor den Schäden durch solche Geräte schützen.“ (dpa)

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