Aktuelle Erhebung

ifo-Institut: Fachkräftemangel in Deutschland steigt auf Allzeithoch

Noch nie fehlten in Deutschland so viele qualifizierte Beschäftigte wie zuletzt, berichtet das ifo-Institut. Besonders betroffen sei der Dienstleistungssektor, zu dem der Bereich Gesundheit und Pflege zählt.

Veröffentlicht:

Berlin. Nach Angaben des Münchner ifo-Instituts hat der Fachkräftemangel in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht. Knapp jedes zweite Unternehmen (49,7 Prozent) habe im Juli entsprechende Engpässe beklagt, teilte das Institut am Dienstag mit. Im April seien es noch 47,7 Prozent gewesen.

Mit einem Anteil von mehr als 54 Prozent zeigten sich „Dienstleister“ den Angaben zufolge am stärksten vom Phänomen knapper Fachkräfte betroffen, nach fast 48 Prozent im April. Den geringsten Mangel an Fachkräften meldeten Pharmaindustrie und Chemie mit 17,2 beziehungsweise 24,1 Prozent (siehe nachfolgende Tabelle).

An dieser Stelle finden Sie Inhalte aus Datawrapper Um mit Inhalten aus Datawrapper zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir Ihre Zustimmung. Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte aus Sozialen Netzwerken und von anderen Anbietern angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Weitere Information dazu finden Sie hier.

Pharmaindustrie mit nur geringem Fachkräftemangel

Gesundheit und Pflege seien nicht gesondert ausgewiesen, da nur wenige Umfrageteilnehmer aus diesem Bereich stammten, teilte der Arbeitsmarktexperte des ifo, Stefan Sauer, der Ärzte Zeitung am Dienstag auf Anfrage mit.

Grundsätzlich seien Gesundheit und Pflege dem Dienstleistungssektor zugeordnet. Zudem sei davon auszugehen, dass dieser Bereich einer der am stärksten vom Fachkräftemangel betroffenen Sektoren sei. (hom)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Wie patientenzentriert ist unser Gesundheitssystem?

© Janssen-Cilag GmbH

Video

Wie patientenzentriert ist unser Gesundheitssystem?

Höhen- oder Sturzflug?

© oatawa / stock.adobe.com

Zukunft Gesundheitswesen

Höhen- oder Sturzflug?

Patientenzentrierte Versorgung dank ePA & Co?

© MQ-Illustrations / stock.adobe.com

Digitalisierung

Patientenzentrierte Versorgung dank ePA & Co?

Umgang mit Multimorbidität in der Langzeitpflege

© Viacheslav Yakobchuk / AdobeStock (Symbolbild mit Fotomodellen)

Springer Pflege

Umgang mit Multimorbidität in der Langzeitpflege

COVID-19 in der Langzeitpflege

© Kzenon / stock.adobe.com

Springer Pflege

COVID-19 in der Langzeitpflege

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Frau mit Neugeborenem

© IdeaBug, Inc. / stock.adobe.com

Fäkaler Mikrobiom-Transplantation als Option

Wie und wo Kinder geboren werden hat einen Effekt auf ihr Mikrobiom

Dr. Michael Noetel von der Universität Queensland in St. Lucia und sein Team resümieren, dass Sport eine wirksame Behandlung für Depressionen ist, wobei Gehen oder Joggen, Yoga und Krafttraining besser wirken als andere Aktivitäten, insbesondere wenn sie intensiv sind.

© ivanko80 / stock.adobe.com

Metaanalyse

Diese Sportarten können Depressionen lindern