SARS-CoV-2-Impfung

vfa sieht gute Chancen für Corona-Impfstart im nächsten Jahr

Wer bekommt wann Zugriff auf einen Impfstoff gegen COVID-19? Die forschenden Arzneihersteller setzen auf einen weltweiten Start der Impfkampagne im Jahr 2021.

Veröffentlicht: 17.05.2020, 19:15 Uhr

Berlin/Frankfurt am Main. Nach Diskussionen darüber, welches Land seiner Bevölkerung zuerst Impfstoffe gegen Infektionen mit SARS-CoV-2 zur Verfügung stellen kann, haben die Hersteller Ende der Woche auf die großen Kapazitäten der Impfstoff-Fertigung verwiesen.

Forschende Pharma-Unternehmen und Forschungsinstitute hätten in Rekordzeit in vielen Teilen der Welt mehr als 120 Corona-Impfprojekte begonnen, meldete sich Han Steutel, Präsident des vfa (Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland), zu Wort. „Europa ist in der Entwicklung von Corona-Impfstoffen auf Augenhöhe mit den drei anderen großen Akteuren des internationalen Geschehens: den USA, China und Indien“, so Steutel weiter.

Er sei optimistisch, „dass 2021 in globalem Maßstab geimpft werden kann. Denn er gehe davon aus, dass viele Anbieter gleichzeitig – oder mit geringem zeitlichem Abstand – Impfstoffe anbieten werden. Das werde die Möglichkeit schaffen, weltweit zu agieren.

Sanofi sieht „Missverständnisse“

In einer eigenen Mitteilung spricht Sanofi von „Missverständnissen“ in Bezug auf den späteren Vertrieb eines möglichen Impfstoffes des Unternehmens. Paul Hudson, CEO von Sanofi stellt demnach klar: „Der Impfstoff gegen COVID-19 wird allen Bürgern zur Verfügung gestellt, egal welcher Nationalität.“

Das Unternehmen verfüge über Produktionskapazitäten in den USA, Europa und allen anderen wichtigen Regionen. „Die US-Produktion wird hauptsächlich für die USA selbst erfolgen, alle anderen Produktionskapazitäten decken Europa und den Rest der Welt ab“, heißt es weiter.

Die Zusammenarbeit, die Sanofi mit der zuständigen US-Behörde BARDA (Biomedical Advanced Research and Development Authority) habe, ermögliche es dem Unternehmen, die Produktion zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt aufzunehmen, schon während die Entwicklung und Registrierung des Impfstoffs liefen. Es sei ermutigend zu sehen, „dass die EU-Kommission in den letzten Wochen zu ähnlichen Maßnahmen mobilisiert, die sowohl die Entwicklung von Impfstoffen als auch deren Zugang für die Bevölkerung in Europa beschleunigen könnten“. (ger)

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