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DocStop

700 Ärzte mit Herz für kranke Brummifahrer gesucht

Fernfahrer sind ständig unterwegs. Was ist, wenn sie dabei krank werden und einen Arzt brauchen? Das von der EU geförderte Projekt DocStop will ihnen helfen - und sucht dafür weitere Mitstreiter.

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Hob den Verein DocStop im Jahr 2007 aus der Taufe: Der pensionierte Autobahn-Polizist Rainer Bernickel.

Hob den Verein DocStop im Jahr 2007 aus der Taufe: Der pensionierte Autobahn-Polizist Rainer Bernickel.

© DocStop

LAICHINGEN. Fernfahrer stehen unter massivem Zeitdruck, so dass sie größtenteils trotz Schmerzen einfach weiterfahren, um rechtzeitig ihr Ziel zu erlangen.

Ein Arztbesuch unter normalen Umständen, d. h., den Truck von der Autobahn in die Stadt zu navigieren, einen Parkplatz zu suchen und mitunter länger auf Einlass ins Arztzimmer zu warten, ist für sie keine echte Option, da viele um den Erhalt ihres Arbeitsplatzes fürchten, wenn sie wegen eines ungeplanten Arztbesuches die Auslieferung ihrer Ware um Stunden verzögern müssen.

Hier greift seit rund siebeneinhalb Jahren das von dem ehemaligen Polizeihauptkommissar Rainer Bernickel ins Leben gerufene, von der EU geförderte Projekt DocStop für Europäer an. Rund 700 Ärzte in Praxis und Klinik haben sich dabei bisher verpflichtet, als DocStop-Partner jederzeit erkrankte Brummifahrer im Behandlungsalltag einzuschieben, damit diese mit einer möglichst geringen Zeitverzögerung wieder auf der Straße durchstarten können.

Rasthöfe als zentrale Anlaufstellen

Über eine Hotline können sich betroffene Kraftfahrer erkundigen, wo für sie die nächste Anlaufstelle ist. Nicht selten dienen Rasthöfe als zentrale Anlaufstellen, von wo aus dann per Auto der Shuttle-Service zum DocStop-Arzt erfolgt.

Nun hat sich die Initiative nach eigener Aussage zum Ziel gesetzt, innerhalb eines Jahres das Netzwerk der DocStop-Ärzte massiv zu expandieren. Konkret werden weitere 700 Ärzte in Praxen und Kliniken gesucht.

Kooperationswillige Ärzte müssen sich dabei auf keinerlei Abrechnungsbesonderheiten bei der Behandlung im Rahmen von DocStop machen. Denn bei im Inland krankenversicherten Fahrern sowie ausländischen Fahrern mit einer europäischen Krankenversichertenkarte wird wie bei vergleichbaren Patienten abgerechnet. Ausländische Fahrer ohne Karte zahlen die Behandlungskosten gegen Rechnung aus eigener Tasche.

Wie der ADAC TruckService als Kooperationspartner von DocStop erklärt, betreut sein Laichinger Service Center die Fernfahrer-Hotline 01805/112024. Drei Teams von insgesamt rund 30 Mitarbeitern seien abwechselnd Tag und Nacht für erkrankte Trucker zu erreichen.

Das Hotline-Personal nenne den Anrufern einen DocStop-Anlaufpunkt und die Telefonnummer einer teilnehmenden Arztpraxis oder eines Krankenhauses in deren Nähe. Außerdem werde über vorhandene Parkmöglichkeiten informiert. (maw)

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