Nordrhein

Abrechnung oft Beschwerdegrund

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36 Beschwerden über vermeintliches Fehlverhalten liefen bei der KVNo binnen eines Jahres auf. Nicht selten landen die Fälle bei der Staatsanwaltschaft.

Von Ilse Schlingensiepen

DÜSSELDORF. In der KV-Region Nordrhein sind in der Zeit von November 2011 bis November 2012 ingesamt 36 Beschwerden eingegangen, die sich gegen ein vermutetes Fehlverhalten richteten.

Das berichtete der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein Dr. Peter Potthoff auf der KVNo-Vertreterversammlung.

Die Kassenärztlichen Vereinigungen müssen eine "Stelle zur Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen" einrichten.

Von den Eingaben, die in Nordrhein eingingen, richteten sich 29 gegen niedergelassene Ärzte, jeweils zwei gegen Psychotherapeuten und gesetzlich Versicherte. Je eine Eingabe zielte auf einen Physiotherapeuten, ein pharmazeutisches Unternehmen sowie auf einen Orthopädie-Schumacher.

Es waren zumeist die gesetzlichen Krankenkassen, die sich an die Beschwerdestelle wandten. Von ihnen kamen insgesamt 19 Eingaben.

Aktiv wurden aber auch gesetzlich Krankenversicherte (vier), Polizei und Staatsanwaltschaft (vier) sowie Vertragsärzte oder Psychotherapeuten (drei). Sechs Eingaben wurden anonym eingereicht.

In 29 Fällen ging es bei den erhobenen Vorwürfen um Abrechnungsmanipulationen. Darüber hinaus musste sich die Stelle auch mit der Zahlung von Zuweiserprämien oder dem Diebstahl oder der Fälschung von Rezepten und Überweisungen beschäftigen.

In neun Fällen wurden die Ermittlungen durch die Kassenärztliche Vereinigung eingestellt, da keine rechts- oder zweckwidrige Nutzung von GKV-Finanzmitteln vorlag, berichtete Potthoff.

Zu den verbleibenden Vorwürfen ergriff sie eine ganze Reihe unterschiedlicher Maßnahmen, darunter in sechs Fällen die Abgabe an die zuständige Staatsanwaltschaft und in vier Fällen eine Mitteilung an Staatsanwaltschaft oder Polizei.

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