Arzneimittelschmuggel: Pharmahändler verhaftet

MANNHEIM/FREIBURG (dpa). Weil er gefälschte Arzneimittel auf den deutschen Markt geschleust haben soll, ist laut ZDF ein Pharmahändler nahe Freiburg verhaftet worden.

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Es bestehe Verdunkelungs- und Fluchtgefahr, sagte Peter Lintz von der Mannheimer Staatsanwaltschaft dem ZDF, das über den Fall im Magazin "Frontal 21" berichtet hatte.

Die Wohnräume des Pharmahändlers seien durchsucht worden. Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt nach ZDF-Informationen seit Jahren gegen den Mann.

Die AOK Niedersachsen wurde im Jahr 2007 auf den Medikamentenschmuggel aufmerksam gemacht, sagte Sprecher Klaus Altmann am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Ein anderer Pharmagroßhändler habe die Krebsmedikamente angeboten bekommen, um sie in Deutschland zu verkaufen.

"Ihm kam die Sache komisch vor, denn die Ware war in Deutschland nicht zugelassen und daher auch nicht verkehrsfähig", sagte Altmann. "Er wollte es daher nicht machen und hat die Behörden und die AOK Niedersachsen angerufen."

Die Krankenkasse wiederum habe den Fall geprüft und die Strafermittlungsbehörden eingeschaltet. "Die Arzneien wurden an eine Reihe von Apotheken abgegeben, in Deutschland verkauft und abgerechnet - obwohl sie nicht zugelassen waren", sagte Altmann.

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