Direkt zum Inhaltsbereich

Gesundheitsausschuss

Ausländische Ärzte sehr gefragt

Gesundheitsexperten haben im Gesundheitsausschuss die Bedeutung ausländischer Fachkräfte für die Versorgung hierzulande betont.

Veröffentlicht:

Berlin. Ausländische Ärzte und Pflegekräfte sind nach Ansicht von Gesundheitsexperten wichtig, um die medizinische Versorgungsqualität in Deutschland zu sichern. Das wurde am Mittwoch in schriftlichen Stellungnahmen anlässlich einer Anhörung des Gesundheitsausschusses des Bundestags zu zwei Gesetzesanträgen von Bündnis 90/Die Grünen und der AfD deutlich.

Versorgung braucht ausländische Ärzte

Laut Bundesärztekammer sei die Versorgung ohne Fachkräfte aus dem Ausland nicht sicherzustellen. Es sei gewährleistet, so der Marburger Bund, dass medizinisches Personal aus Drittstaaten geprüft werde – entweder auf Anerkennung der Qualifikation oder auf ihre Kenntnisse hin.

Nach Angaben der Ärztegewerkschaft habe es im vergangenen Jahr 6162 Anträge auf Anerkennung einer im Ausland erworbenen ärztlichen Qualifikation gegeben. Kritisiert würden seitens der Antragsstellenden lange Verfahrensdauern.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft forderte in diesem Zusammenhang, die Dauer der Anerkennungsverfahren zu kürzen.

Anträge von Grünen und AfD

Die Grünen-Fraktion fordert in ihrem Antrag, das Gesundheitssystem für ausländische Fachkräfte zu öffnen und attraktive Rahmenbedingungen „für eine möglichst unbürokratische und flexible Einwanderung“ zu schaffen. Die AfD-Fraktion hingegen warnt in ihrem Antrag vor Gefahren für Patienten durch unzureichend qualifizierte Mediziner aus Drittstaaten. Es sei „staatliche Aufgabe“ medizinische und sprachliche Prüfungen durchzuführen. (mu)
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Tipps von KI-Expertin

So hilft Künstliche Intelligenz den MFA im Praxisalltag

Konzepte gegen Ärzte- und Nachfolgermangel

Mit dem Blockpraktikum Lust auf den Landarztberuf machen

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Dr. Hartmut Hollerbuhl 14.02.202011:52 Uhr

Wir brauchen Ärztenachwuchs. Das ist sicher richtig, aber den brauchen die Herkunftsländer auch! Und vielleicht sollte man dann erstmal schnellstens die unerträgliche Fehlentwicklung bei den deutschen Studenten korrigieren, die in Stettin studieren durften, aber aktuell in Deutschland keine Approbation erhalten, obwohl die angesprochenen Zusatzqualifikationen nur für eine Arzttätigkeit in Polen erforderlich sind.

Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

© metamorworks / Getty Images / iStock

Krebsmedizin auf neuen Wegen

Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Ein Medikament unter vielen, das wenigen hilft? 2400 Wirkstoff-Kandidaten in der EU haben den Orphan-Drug-Status.

© artisteer / Getty Images / iStock

Wirkstoff-Kandidaten mit Orphan-Drug-Status

Orphan Drugs – Risiken für ein Modell

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Konzepte gegen Ärzte- und Nachfolgermangel

Mit dem Blockpraktikum Lust auf den Landarztberuf machen

Lesetipps
Die Sonne verschwindet hinter einer Mohnblüte in den dunklen Wolken

© Thomas Warnack/dpa

Aktuelle Daten

RKI: Fast 10.000 hitzebedingte Tote in diesem Jahr

Impfheft

© Bildagentur-online / Ohde / picture alliance

Deutsche Studie

Wenn Atemwegsinfektionen aufs Herz gehen – was tun?