Biotechnologie

Bayerns Branche auf Erfolgskurs

Vor allem bei Biopharmazeutika verspricht sich Bayerns Biotech-Branche noch ein großes Potenzial.

Veröffentlicht:

MARTINSRIED. Die Biotechnologiebranche in Bayern ist auf den Pharma- und Diagnostikmarkt fokussiert. Im vergangenen Jahr arbeiteten in der Branche erstmals gut 12.000 Beschäftigte - gegenüber 2014 ein Plus von fünf Prozent - in rund 210 Firmen, wie aus dem jetzt veröffentlichten Geschäftsbericht des Bayerischen Biotechnologie Clusters (BioM) hervorgeht.

Die Umsatzerlöse beliefen sich demnach auf mehr als 1,5 Milliarden Euro - eine Steigerung um sieben Prozent. Zusammen mit weiteren rund 18.000 Beschäftigten in Pharmafirmen, Dienstleistern sowie Produktions- und Zulieferbetrieben komme die bayerische Biopharmazeutische Industrie nun auf über 30.000 Beschäftigte.

Gerade mit einigen bayerischen Gründerinitiativen (m4-Award, Gründerland Bayern, Digitalisierungs-Offensive) sei das Bewusstsein für Entrepreneurship auch in den wissenschaftlichen Einrichtungen gut ausgeprägt, heißt es.

Im besonders langwierigen, teuren und risikoreichen Bereich der Biopharmazeutika, der grundsätzlich auf externe Finanzierungen angewiesen ist, bremse eine zurückhaltende Investmentbranche den Gründergeist stark ab.

"Deutschlandweit wurden in 2015 etwa zehn Neugründungen in der Biotechnologie gezählt, da sind die bayerischen drei neuen Start-ups schon ein großer Teil davon - aber natürlich noch viel zu wenig", verdeutlichte Professor Horst Domdey, Sprecher des Bayerischen Biotechnologie Clusters, vor Kurzem bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes in Martinsried.

"Das deutliche Umsatzwachstum spiegelt die immer umfassenderen Behandlungsmöglichkeiten insbesondere für Patienten mit schweren Erkrankungen wider", erläuterte Dr. Frank Mathias, Vorsitzender von vfa bio und CEO der Rentschler Biotechnologie GmbH, mit Blick auf eine gemeinsam mit der Unternehmensberatung Boston Consulting Group angefertigte deutschlandweite Studie zur medizinischen Biotechnologie und neuen biopharmazeutischen Wirkstoffen.

 Es sei nicht mehr zu übersehen, dass die prall gefüllte Pipeline an neuen biopharmazeutischen Medikamenten für viele kaum oder nicht behandelbare Krankheiten enormen Fortschritt in naher Zukunft verspreche. Auch könnte es durch neue Impfstoffe schon in den nächsten Jahren Schutz vor Krankheiten wie etwa Ebola und Noroviren geben.

BioM ist nach eigenen Angaben seit 1997 als Non-Profit Netzwerkorganisation im Auftrag des bayerischen Wirtschaftsministeriums für die Biotechnologiebranche in München und Bayern aktiv. (maw)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram

Modell eines Körpers, in dem der Darm zu sehen ist.

© J.G Studio / Stock.adobe.com / Generated with AI

Akute Enteropathie und Enteritis

Radiotherapie bei Krebs: Diese Maßnahmen schützen den Darm