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Blaupause für ambulante Netzwerke

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DÜSSELDORF. Der Medizingeräte- und IT-Anbieter Siemens Healthcare will künftig auch im ambulanten Bereich verstärkt mit seinem "Technologie-Partner-Konzept" Fuß fassen. Das Konzept beinhaltet nicht nur die Bereitstellung, Wartung und Vernetzung eigener Geräte.

Siemens will hier herstellerübergreifender Ansprechpartner werden, der die Gesamtbewirtschaftung der Technik übernimmt und gleichzeitig noch das passende Finanzierungskonzept bietet, wie Thilo Mahr, Leiter Enterprise Services & Solutions bei Siemens Healthcare Deutschland, auf der Medizinmesse Medica erklärte.

Das Unternehmen hat sich mit der Curagita AG, die das Radiologienetz Deutschland mit seinen mittlerweile bundesweit 100 Netzpraxen und 360 Ärzten managt, auch gleich einen der großen Player im ambulanten Bereich mit ins Boot geholt.

Laut Dr. Johannes Schmidt- Tophoff, Vorstand der Curagita Holding AG, deckt der Praxisverbund rund 15 Prozent der radiologischen Versorgung in Deutschland ab.

Vertrag für zehn Jahre

Der Vertrag, den die beiden Partner nun auf zehn Jahre abgeschlossen haben, soll den Praxen helfen, die Kosten in den Griff zu bekommen und sich damit wieder mehr auf ihre Kernkompetenz, die Medizin, konzentrieren zu können, berichtete Schmidt-Tophoff.

"Für Radiologen machen die Kosten 20 bis 30 Prozent des Praxisumsatzes aus", sagte er. Ein einzelner Radiologe habe etwa eine Millionen Euro an Geräteinvestitionen. Über den Vertrag sollen diese Investitionen gebündelt werden. Der Arzt kauft nicht mehr das MRT oder CT, sondern wird im Rahmen des Technologie-Partner-Konzeptes bedarfsgerecht mit der Technik samt IT ausgestattet.

Dafür zahlt er dann nur noch eine Art Mietgebühr. Man müsse sich das wie bei den Rennställen in der Formel 1 vorstellen, so Schmidt-Tophoff. Auch hier würde kein Rennfahrer mehr sein eigenes Auto mitbringen und finanzieren.

Neue Technologien in die Praxis

Zusätzlich verspricht sich Schmidt-Tophoff von dem Vertrag, dass neue Technologien schneller in die Praxen eingebracht werden können und eine gewisse Standardisierung der Prozesse und medizinischen Daten durch den Service aus einer Hand möglich wird.

Siemens Healthcare hat damit zumindest eine gute Blaupause für weitere Verträge im ambulanten Bereich. Denn, ein Exklusiv-Vertrag sei dies nicht, machte Mahr deutlich. (reh)

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