Seuchenbekämpfung

Davos sieht sich als Prüfstein für Ebola-Initiative

Gesundheit ist ein zentrales Thema des am Dienstag startenden Weltwirtschaftsforums.

Veröffentlicht: 21.01.2019, 17:35 Uhr

DAVOS. Im Nachgang zu der bis dato schlimmsten Ebola-Pandemie, die zwischen Ende 2013 und Anfang 2016 mehr als 11.300 Todesopfer in den westafrikanischen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone gefordert hatte, hoben hochrangige Politiker aus aller Welt beim Weltwirtschaftsforum (WEF) 2017 die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) aus der Taufe.

Diese sollte unter anderem sicherstellen, dass Vakzine rechtzeitig verimpft werden können, bevor es zu größeren regionalen Ebola-Ausbrüchen kommt.

Die gegenwärtig zehnte Ebola-Krise im Kongo verdeutlicht, dass es nach wie vor noch Defizite im Pandemiemanagement zu beheben gilt. Vor welchen Herausforderungen CEPI steht, ist am Dienstag, dem Starttag, Thema des diesjährigen Weltwirtschaftsforums in Davos. Sprechen werden CEPI-CEO Dr. Richard Hatchett, Dr. Paul Stoffels, Forschungschef bei Johnson & Johnson, Sir Jeremy James Farrar, Direktor der Forschungseinrichtung Wellcome Trust, Ryan Morhard, beim Weltwirtschaftsforum Projektleiter Global Health and Healthcare Industries, sowie Dr. Lydia Ogden, bei MSD Associate Vice-President Global Enterprise Policy.

Ebola ist indes nur ein prominentes Gesundheitsthema in Davos. Ebenfalls am Dienstag geht es auch um den strategischen Ausblick für den Healthcare-Sektor angesichts von Preisregulierungen in den USA sowie deren globalen Auswirkungen. Im Fokus stehen auch gegenwärtige und künftige Mega-Übernahmen und das von Analysten taxierte, große Potenzial der (Bio-) Technologie sowie der Präzisionsmedizin.

Bei einem weiteren Themenblock geht es um eine möglicherweise notwendige Adaption der Sozialsysteme weltweit auf die Herausforderungen des Demografiewandels und der Vierten Industriellen Revolution unter der Einbindung von Big Data, Künstlicher Intelligenz und Robotik.

Erwartet werden in Davos auch zahlreiche Gesundheitsminister, darunter Jens Spahn. (maw)

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