Niedersachsen

Diabetiker geben Praxen gute Noten

Befragung der Patienten in Schwerpunktpraxen zeigt Verbesserungspotenzial bei der Zusammenarbeit mit anderen Arztgruppen.

Veröffentlicht: 06.08.2018, 06:45 Uhr
Diabetiker geben Praxen gute Noten

Zufriedene Diabetiker in Niedersachsen: 98 der befragten Patienten sehen ihren Diabetologen als kompetent oder voll kompetent, ergab eine Umfrage.

© Steve Debenport / Getty Images / iStock

HANNOVER. Patienten der niedersächsischen Diabetes-Schwerpunktpraxen sind offenbar rundum zufrieden mit der Versorgung. Das hat eine Patienten-Umfrage der AOK Niedersachsen und des niedersächsischen Verbandes der Diabetologen ergeben. Einzig bei der Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten und Hausärzten sehen die Patienten Schwächen in der Versorgung.

98 Prozent der befragten Patienten sehen ihren Diabetologen als kompetent oder voll kompetent. Ausreichend aufgeklärt fühlen sich 81 Prozent der Befragten und 17 Prozent voll und ganz ausreichend. Mit der technischen Ausstattung sind 94 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden, mit der Sauberkeit in den Praxen 99 Prozent.

Etwas schwächer schnitten die Diabetologen bei der Kooperation ab. 67 Prozent der Patienten stimmten der Aussage zu, dass die Kooperation mit anderen Leistungserbringern gut funktioniert, 21 Prozent stimmten dieser Aussagen voll zu. Zwei Prozent kreuzten hier ein "mittel" an und zehn Prozent machten gar keine Angaben.

"In der Zusammenarbeit mit anderen beteiligten Leistungserbringern wie Hausärzten, Orthopädietechnikern oder Augenärzten liegt Optimierungsbedarf", sagte Dr. Andreas Lueg, Vorsitzender des Verbandes der niedergelassenen Diabetologen Niedersachsen, dem "Niedersächsischen Ärzteblatt". "Hier geben uns nur 88 Prozent gute Noten."

Jede Praxis erhält die Befragungsergebnisse ihrer Patienten. "In diesem Zusammenhang wollen wir bedarfsgerechte Schulungsangebote entwickeln, um eine gezielte Unterstützung der Kollegen sicherzustellen, erklärt Lueg.

Nach Angaben der AOK Niedersachsen hat das Land 180 Diabetologischen Schwerpunktpraxen. 3507 Patienten aus 83 Schwerpunktpraxen haben an der Befragung teilgenommen. (cben)

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