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Bertelsmann Stiftung

E-Health-Förderung lässt zu wünschen übrig

Innovative E-Health-Anwendungen – versprechen nicht nur Sonntagsredner – könnten Prävention und Therapie voranbringen. Die Förderung der Anbieterseite läuft jedoch bislang alles andere als rund.

Christoph WinnatVon Christoph Winnat Veröffentlicht:
Theorie und Praxis: Digitale Versorgungsideen müssen nicht nur technisch funktionieren sondern auch regulatorische und Akzeptanz-Hürden nehmen.

Theorie und Praxis: Digitale Versorgungsideen müssen nicht nur technisch funktionieren sondern auch regulatorische und Akzeptanz-Hürden nehmen.

© onlyyouqj / Getty Images / iStoc

GÜTERSLOH. Dem Trend-Thema E-Health widmet sich die Bertelsmann Stiftung eingehend mit dem groß angelegten Studienprojekt "Transfer von Digital-Health-Anwendungen in den Versorgungsalltag".

Dazu ist jetzt ein zweiter Berichtsband ("Bedarfsgerechte Innovations- und Forschungsförderung: Innovationspotenzial, Förderbedarf und Implikationen") erschienen, der danach fragt, wie Start-ups sinnvoll unter die Arme gegriffen werden kann, die neue E-Health-Anwendungen in den Markt bringen wollen.

Exemplarisch wurden dazu sieben, thematisch einschlägige öffentliche Förderprogramme sowie der speziell auf das Gesundheitswesen zugeschnittene Innovationsfonds unter die Lupe genommen.

Resultat: Junge Unternehmen unterschätzen insbesondere den Förderungsbedarf, den sie haben, um mit ihren Produkten Zugang zum ersten, also den durch private oder gesetzliche Erstattung getragenen Gesundheitsmarkt zu finden. Politik und Selbstverwaltung dagegen müssten Digital-Health-Anwendungen sehr viel gezielter als bisher unterstützen.

Imemr digitalisieren!

Die Studienautoren empfehlen, Digitalisierung in Programmen zu neuen Versorgungskonzepten prinzipiell immer mit einzubauen: "In Anforderungskatalogen von Förderprogrammen mit versorgungsinhaltlicher Ausrichtung wie etwa dem Innovationsfonds sollte beachtet werden, dass IT als Querschnittsthema bzw. als Grundanforderung verankert ist und nicht als eigenständiges Thema neben versorgungsinhaltlichen Förderschwerpunkten."

Darüber hinaus wird angeraten, die E-Health-Förderung insbesondere auch auf Nutzennachweise für neue Anwendungen "in Form primärdatenbasierter Studien" auszurichten. Entsprechende Fördergelder sollten kurzfristig und ungeachtet der wirtschaftlichen Interessen eines Unternehmens zur Verfügung gestellt werden, heißt es.

Im Rahmen des Innovationsfonds, so die Autoren weiter, ließen sich Nutzennachweise in einem eigenen Förderschwerpunkt anstoßen. Alternativ sei ein eigenes Förderprogramm dazu aufzusetzen.

Der Bürokratieaufwand für Start-ups, um davon zu profitieren, sei möglichst klein zu halten. Ein bundesweiter Projektträger hätte für einheitliche Beratung und Begutachtung zu sorgen.

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