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Kommentar zur Praxisgründung

Ein überschaubares Risiko

Rebekka HöhlVon Rebekka Höhl Veröffentlicht:

Werbung für den Hausarztberuf - die ist in den vergangenen Jahren nicht nur zu kurz gekommen. Die vielen öffentlichen Diskussionen um die schlechten Arbeitsbedingungen, unzureichende Vergütung der Ärzte und damit ihr großes unternehmerisches Risiko haben nicht unbedingt dazu beigetragen, den ärztlichen Nachwuchs in die Praxen zu locken.

Sicherlich: Es ist wichtig, auf Missstände aufmerksam zu machen. Und gute Arbeit sollte entsprechend vergütet werden. Aber die negative Kritik ist so stark geworden, dass positive Stimmen, die die schönen Aspekte des Hausarztberufs beschreiben, kaum mehr zu hören sind. Die Folgen sind dramatisch - nicht nur für die Versorgung, sondern auch für Praxisabgeber.

Dabei ist es keine faule Statistik, die dies belegt, es sind die nackten Finanzierungsdaten hausärztlicher Existenzgründer. Wenn es in den neuen Bundesländern, obwohl die Anzahl der Gründer steigt, doch nicht mehr Hausärzte gibt, und in den alten Ländern die Anzahl der Praxisgründer sukzessive sinkt, braucht es schleunigst ein Umdenken.

Da ist es gut, dass einmal jemand vorrechnet, dass sich zumindest das unternehmerische Risiko einer Niederlassung deutlich in Grenzen hält. In zehn Jahren soll sich die Investition refinanziert haben. Das ist doch ein überschaubarer Zeitraum. Bitte mehr solcher aufmunternden Worte!

Lesen Sie dazu auch: Praxisgründung: Die Einzelpraxis ist noch nicht tot

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