Praxisführung

Erwerbstätigkeit älterer Bürger legt kräftig zu

WIESBADEN (reh). Die Erwerbsbeteiligung älterer Menschen in Deutschland hat nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen.

Veröffentlicht: 21.06.2011, 13:29 Uhr

So sei die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen von 2000 bis 2009 von 37 auf 56 Prozent und damit so stark wie in keiner anderen Altersgruppe gestiegen. Auch nach Erreichen des 65. Lebensjahres waren in Deutschland noch 4 Prozent der Bevölkerung erwerbstätig, so die Wiesbadener Statistiker.

EU-weit habe die Quote bei den 55- bis 64-Jährigen 2009 - auf der Basis von Eurostat-Informationen - bei 46 Prozent gelegen.

Dabei weise Schweden im EU-Vergleich mit 70 Prozent die höchste Erwerbstätigenquote unter den 55- bis 64-Jährigen auf. Die über 65-Jährigen nahmen am häufigsten in Portugal (17Prozent), Rumänien (14 Prozent) und Schweden (12 Prozent) am Erwerbsleben teil. Der EU-Durchschnitt lag bei 5 Prozent.

Senioren drängen ins Web

Senioren sind laut den Bundesstatistikern auch in zunehmendem Maße online: Seien 2008 in Deutschland nur 22 Prozent der Menschen ab 65 Jahren im Internet unterwegs gewesen, habe der Anteil 2010 bereits bei 31Prozent gelegen.

Wobei sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern zeige: So gingen in dieser Altersgruppe 42 Prozent der Männer, aber nur 23 Prozent der Frauen ins Internet.

Zudem habe Deutschland die älteste Bevölkerung der EU, berichtet das Statistische Bundesamt. Ende 2009 lebten demnach hierzulande rund 16,9 Millionen Menschen ab 65 Jahren.

Das entsprach einem Bevölkerungsanteil von 20,7 Prozent. "In keinem anderen EU-Land lebten prozentual mehr ältere Menschen", schreiben die Statistiker in einer Mitteilung.

Mehr zum Thema

Berufsstart für junge Ärzte

Zwei Beispiele für Hilfen bei der Praxisgründung

Abrechnung

Ausnahmekennungen fallen bei SARS-CoV-2-Tests weg

OLG Frankfurt

Arztbewertungen: Warnhinweise sind rechtens

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Keine Lust aufs Essen? Übelkeit und Geschmacksverlust deuten bei Kindern eher auf COVID-19 als Atemwegssymptome.

Corona-Splitter

Die COVID-19-Symptome bei Kindern

Die Apothekenreform ist in trockenen Tüchern, die ABDA lobt sie als Beitrag zu einer „zukunftsfähigen Arzneimittelversorgung“.

Gesetzgebung

Bundesrat winkt Apothekenreform durch

Gesundheitsminister Spahn während der Debatte zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege im Bundestag. Die Reaktionen sind zwiespältig.

„Beitragstöpfe geplündert“

Kritik an Spahns Versorgungsgesetz hält an