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Sana Kliniken

Geburtshilfe in Ostholstein macht dicht

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OLDENBURG. Die Sana Kliniken Ostholstein haben die endgültige Schließung ihrer Geburtshilfe in Oldenburg zum 1. August bekräftigt. Vorgesehen ist eine Bündelung der Geburtshilfe in Eutin. Diesen Beschluss fasste die Geschäftsführung in Absprache mit der Konzernführung trotz öffentlicher Proteste.

"Ausschlaggebend für die Entscheidung ist weiterhin die Tatsache, dass in Oldenburg die Vorgaben der Fachgesellschaften für die strukturelle Vorhaltungsqualität in der Geburtshilfe nicht erfüllt werden", teilte das Unternehmen zur Schließung in Oldenburg mit.

Medizinische Risiken und die Verantwortung eines weiteren Betriebs der Geburtshilfe in Oldenburg könnten von den Sana Kliniken Ostholstein nicht mehr getragen werden, hieß es in einer Mitteilung des Klinikkonzerns.

Außerdem verwies das Haus auf sinkende Fallzahlen: Der Entscheidung für die Schließung der Abteilung war eine mehrjährige Entwicklung mit sinkenden Geburtenzahlen in Oldenburg vorausgegangen. 1998 wurden in der Oldenburger Klinik noch 490 Kinder geboren, im vergangenen Jahr waren dies nur noch 180. Die demografische Entwicklung lässt einen weiteren Rückgang erwarten.

In einem Bericht der Landesregierung zur Situation und Perspektive der Geburtshilfe in Schleswig-Holstein wird deutlich, dass strukturelle Veränderungen wie etwa der Aufbau von Netzstrukturen erforderlich sind.

An der Ausgestaltung sollen laut Bericht Hebammen, niedergelassene Ärzte, Geburtskliniken, örtliche Rettungsdienste und die Kommunalpolitik beteiligt werden.

Zugleich stellte das Ministerium klar, dass es zu diesem Thema keine Standardentscheidungen geben wird: "Die Situation in Eckernförde ist eine andere als auf Sylt oder in Oldenburg. Es bedarf konkreter Einzelfalllösungen."

Eine Absage erteilte das Ministerium Forderungen nach einem Sicherstellungszuschlag für Oldenburg, um die Geburtshilfe dort zu retten. "Da im Einzugsgebiet Oldenburg schon länger über die Hälfte der in Betracht kommenden Schwangeren andere Kliniken für die Geburt wählt, sind diese Voraussetzungen schlicht nicht gegeben." (di)

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