Direkt zum Inhaltsbereich

Geschenkte Rentenpolice bleibt für Ärzte steuerfrei

NEUSTADT/WEINSTRAßE (ava). Eine geschenkte Rente führt beim Beschenkten nicht schon allein deswegen zu Betriebseinnahmen, weil der Beschenkte behandelnder Arzt des Schenkers ist. Das hat das Finanzgericht (FG) Rheinland Pfalz vor Kurzem beschlossen.

Veröffentlicht:

Auf das Urteil des FG hat der Kieler Steuerberater Jörg Passau, Vizepräsident und geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DUV Deutscher Unternehmenssteuer Verband e. V. in Kiel, hingewiesen.

Im konkreten Fall hatte ein Freund und Patient eines Arztes diesem 1999 eine Leibrentenversicherung im Nennwert von 200.000 DM geschenkt. Der Fiskus war der Ansicht, dass es sich um eine betriebliche Einnahme handelt und zu versteuern sei.

Als Begründung gab das Finanzamt an, ohne die Arzt-Patienten-Beziehung sei es zu der Zuwendung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gar nicht erst nicht gekommen und erließ einen entsprechenden Einkommensteuerbescheid.

Das nächstinstanzliche Gericht, das Finanzgericht Rheinland-Pfalz, folgte aber der Klage des Arztes, in der er vorgetragen hatte, zum Schenker habe eine lange freundschaftliche Beziehung bestanden, die losgelöst von einem Arzt-Patienten-Verhältnis zu sehen sei. Darauf deute auch hin, dass für das Ableben des Arztes dessen Ehefrau bezugsberechtigt sei.

Az.: 6 K2713/07

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

Logo Cardisio

© oxyven

Oxyven

Intravenöse Sauerstofftherapie mit Applimed-O2 1000

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Logo vom ÄrzteTag extra der Ärzte Zeitung mit dem Porträt des Podcast-Gesprächspartners Reinhard Pfingsten von der apoBank

© apoBank

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie können Ärztinnen und Ärzte das neue Altersvorsorgedepot für den Ruhestand nutzen, Herr Pfingsten?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deutscher Apotheker- und Ärztebank (apoBank)
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Erfahrungsberichte aus ärztlicher Perspektive

DiGADocs: Hausärzte testen Digitale Gesundheitsanwendungen für Kollegen

Klassifikation von Herztönen nach Auskultation

Zusammenarbeit Mensch und KI: Das Vertrauen kann täuschen

Lesetipps
Richterhammer und Klemmbrett

© Andrii / Stock.adobe.com

Interview

EU AI Act: Was die neuen Transparenzpflichten für Praxen bedeuten

Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus

© iLexx / Getty images / iStock

Vergleich der Kreise

Wo MRSA-Infektionen besonders häufig sind

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram