ZI befragt Praxisinhaber

IT- und Haftpflichtkosten unter der Lupe

KBV und KVen interessieren sich für die Kostenblöcke Software und Berufshaftpflicht in den Praxen und haben eine Studie in Auftrag gegeben.

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KÖLN. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) nimmt zwei Kostenblöcke in den Praxen niedergelassener Ärzte unter die Lupe: die Prämien für die Berufshaftpflichtversicherung und die Preise für die Praxis-Software.

Deshalb hat das ZI jetzt im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Kassenärztlichen Vereinigungen eine ausführliche Online-Befragung bei einer repräsentativen Stichprobe von Hausärzten, Fachärzten und Psychotherapeuten gestartet.

"In beiden Bereichen besteht für die Ärzte keine Transparenz", erläutert Markus Leibner, Leiter des ZI-Fachbereichs Kostenstrukturanalysen in Vertragsarztpraxen. Das soll sich jetzt ändern.

Die Online-Befragung ist ein Sonderprojekt aus dem ZI-Praxispanel. Einbezogen sind rund 35.000 Ärzte. Sie sollen sich innerhalb von vier Wochen an der Befragung beteiligen, die über das Online-Portal www.zi-pp.de zu erreichen ist.

Kleinere Fachgruppen sind nach Angaben von Leibner fast komplett angeschrieben worden, bei Hausärzten, Psychotherapeuten und einigen Facharztgruppen nur ein Teil.

Teilnehmer erhalten 50 Euro Aufwandspauschale

"Um aussagefähige Daten zu erhalten, haben wir alle Fachgruppen einbezogen", sagt er. Es sei wichtig, auch von den Praxen Auskunft zu erhalten, für die die Berufshaftpflichtversicherung nicht so ein großes Problem ist wie etwa für die Gynäkologen mit Geburtshilfe.

"Wir wollen eine flächendeckende Erhebung." Mit dem Schreiben des ZI haben die Ärzte einen Zugang zu dem Portal erhalten.

Die Teilnehmer sollten rund 45 Minuten für das Ausfüllen einplanen, sie erhalten dafür eine Aufwandspauschale von 50 Euro. Mit einem ähnlichen Sonderprojekt zum Tema Praxispersonal sei das ZI bei den Ärzten vor zwei Jahren auf eine gute Resonanz gestoßen, berichtet Leibner.

Mit den Ergebnissen der Erhebung, die im Sommer vorliegen sollen, wollen KBV und KVen belastbares Material erhalten, das sie in die Honorarverhandlungen einbringen können. Bei der Berufshaftpflicht könnten die Daten auch für Gespräche mit anderen Stellen von Interesse sein.

Der akute Versicherungsnotstand bei den Hebammen hat das Problem der stark steigenden Beiträge für die Versicherungsverträge im Heilwesen in den Fokus der Öffentlichkeit und der Politik gerückt. (iss)

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