Praxisführung

IV-Vertrag bringt Kostenvorteile in der Versorgung

NEU-ISENBURG (ger). Modelle zur Integrierten Versorgung können die Effizienz der Versorgung so sehr verbessern, dass aus den Gewinnen höhere Honorare für Ärzte finanziert werden können. Das belegt jetzt eine aktuelle Evaluation aus dem Projekt "Gesundes Kinzigtal", die der "Ärzte Zeitung" vorliegt.

Veröffentlicht: 23.01.2011, 12:59 Uhr

In dem seit 2006 laufenden IV-Vertrag hat sich der Deckungsbeitrag der AOK Baden-Württemberg für ihre dort lebenden 30.000 Versicherten um 4,82 Prozentpunkte verbessert. Das sagen übereinstimmend die Managementgesellschaft Optimedis AG und die AOK.

In Euro ergebe sich nach den Berechnungen von Optimedis je Versichertem eine Ersparnis von 98 Euro für die Kasse, die AOK spricht von 80 bis 90 Euro - je nach Vergleich zur Standardversorgung.

2007 hatte die Verbesserung des Deckungsbeitrags noch bei 3,33 Prozentpunkten gelegen. Für 2009 und 2010 erwartet Optimedis noch bessere Zahlen.

Auch die AOK ist optimistisch: "Wir erwarten einen anhaltenden Trend zu einer günstigeren Versorgung", sagte Dr. Rolf Hoberg,, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg, der "Ärzte Zeitung".

Die Ersparnisse für die AOK lägen vor allem in einem straffen Arzneimanagement und in einer abgesenkten Rate von Klinikeinweisungen. Positiv sei, dass bei den Versicherten eine "hohe Zufriedenheit" herrsche.

Die angebotenen Präventionsprogramme, etwa für eine gesunde Ernährung und Rückenschulungen würden stark in Anspruch genommen.

Dass Arztnetze generell in der Lage sind, die Versorgung zu verbessern, zeigt eine aktuelle Studie von Janssen-Cilag und dem Verband der Praxisnetze.

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