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Deutschland verliert als Absatzmarkt für die Unternehmen der Medizintechnologie- sowie Medizinprodukte-Branche zunehmend an Bedeutung

Die deutschen Unternehmen der Biotechnologie sowie der Medizintechnologie und Medizinprodukte sind innovationsgetrieben. Der Heimatmarkt Deutschland spielt für sie eine zunehmend geringere Rolle.

Die Mitgliedsunternehmen, die sich bei Spectaris, dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien, organisieren, sind ein Beispiel für die treibende Kraft der Innovationen. Spectaris vereint unter seinem Dach Unternehmen aus den Sparten Consumer Optics, Optische Technologien, Analysen-, Bio- und Labortechnik, Imaging und Phototechnik sowie Medizintechnik.

Dem jüngst veröffentlichten Spectaris-Branchenbericht 2008 ist zu entnehmen, dass die Unternehmen fast zehn Prozent ihres Umsatzes von aktuell 42 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung stecken. Die innovativen Produkte - darunter befinden sich Laser, Labortechnik, chirurgische Instrumente, Endoskope oder auch Brillen und Rollstühle - finden ihre Abnehmer zu 60 Prozent außerhalb der deutschen Grenzen. Wichtige Kennzahl: Ein Drittel der abgesetzten Produkte sind jünger als drei Jahre.

Dies spricht im Vergleich zu anderen Branchen von einer hohen Innovationsquote innerhalb der Branche. Innovationen entscheiden über Überleben oder das Marktausscheiden von Unternehmen. Dies verdeutlicht ein Blick auf die deutsche Biotechnologie-Branche: Sorgt bei großen Arzneimittelherstellern der Mix aus etablierten Medikamenten und Neuentwicklungen für einen gewissen Risikoausgleich, hängen dagegen viele kleinere Biotechspezialisten am Tropf einzelner Forschungsprojekte.

Zusätzlich sieht sich die Branche in ihrer Innovationskraft durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland eingeschränkt. BIO Deutschland, der Wirtschaftsverband der Biotechnologie-Branche, spricht sich vehement gegen weitere Restriktionen bei der Verschreibung von hoch innovativen Arzneimitteln aus. Außerdem befürwortet der Verband nachdrücklich gentechnisch entwickelte Arzneien. (maw)

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Prix Galien International

Innovative Arzneien werden ausgezeichnet

Prix Galien - so heißt der Preis, der für Pharmakologische Innovationen und innovative Diagnostika seit 1970 vergeben wird. Zusätzlich zum nationalen Preis - in Deutschland ist das der Galenus-von-Pergamon-Preis - gibt es den internationalen Prix Galien. Er wird alle zwei Jahre verliehen. Bewerben können sich Medikamente, die bereits einen nationalen Prix Galien errungen haben.

In diesem Jahr richtet die "Ärzte Zeitung" - bereits zum zweiten Mal - die Verleihung des internationalen Prix Galien aus. Neun Kandidaten bewerben sich um den Preis:

  • Avastin® (Bevacizumab)
  • Champix® (Vareniclin)
  • Erbitux® (Cetuximab)
  • Gardasil®, Vakzine gegen Papillomviren
  • Inegy® (Ezetimib / Simvastatin)
  • Januvia® (Sitagliptin)
  • RotaTeq®, Vakzine gegen Rotaviren
  • Sutent® (Sunitinib)
  • Tygacil® (Tigecyclin).

Die Bekanntgabe des Preisträgers und die Verleihung werden bei der "International Prix Galien Award Gala" am 30. Oktober in Berlin bei einem Festakt stattfinden.

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