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Patientenumfrage

Jeder zweite Deutsche würde künftig eine KI um Zweitmeinung bitten

Patienten in Deutschland sind anscheinend offen für den Einsatz Künstlicher Intelligenz: Laut Studie finden 71 Prozent, Ärzte sollten wann immer möglich Unterstützung von einer KI erhalten.

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Können gut zusammenarbeiten: KI und Arzt

Können gut zusammenarbeiten: KI und Arzt

© Alexander Limbach / stock.adobe.com

Berlin. Was genau bedeutet meine Diagnose? Welche Nebenwirkungen könnte die verordnete Arznei haben? Und sind meine Symptome wirklich unkritisch? Mit solchen und ähnlichen Fragen wollen sich viele Menschen nach einem Termin in der Arztpraxis künftig an eine Künstliche Intelligenz (KI) wenden. Sechs Prozent haben dies schon einmal getan, zum Beispiel über bereits verfügbare Symptomchecker-Apps oder auch Chatbots wie ChatGPT. Weitere 51 Prozent können sich künftig vorstellen, eine KI um eine Zweitmeinung zu bitten. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.140 Personen in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, die dieser am Dienstag veröffentlicht hat.

Demnach finden 71 Prozent, Ärztinnen und Ärzte sollten, wann immer möglich, Unterstützung von einer KI erhalten. Fast die Hälfte (47 Prozent) meint, eine KI werde in bestimmten Fällen bessere Diagnosen stellen als ein Mensch. „Algorithmen können riesige Mengen medizinischer Daten analysieren, Muster erkennen und dadurch frühzeitig Krankheiten diagnostizieren, die für Menschen teilweise schwer erkennbar sind, insbesondere bei seltenen Erkrankungen, bei denen Erfahrung und Routine fehlen“, sagt Bitkom-Vizepräsidentin Christina Raab. Und ergänzt: „Künstliche Intelligenz wird Ärztinnen und Ärzten künftig noch viel stärker als bisher dabei helfen, Diagnosen zu stellen und Therapien auszuwählen. Gleichzeitig können sie Patientinnen und Patienten helfen, ihre Gesundheit zu schützen und mit Erkrankungen vernünftig umzugehen.“

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Die weit überwiegende Mehrheit der Menschen in Deutschland teilt diese Einschätzung. 85 Prozent halten KI für eine riesige Chance für die Medizin. Zwei Drittel (69 Prozent) sprechen sich dafür aus, den Einsatz von KI in der Medizin besonders zu fördern. 40 Prozent wären damit einverstanden, wenn ihre Gesundheitsdaten zum Training von KI genutzt werden. Viele Menschen haben jedoch auch Sorgen. Jedem bzw. jeder Dritten (35 Prozent) macht der Einsatz von KI in der Medizin Angst. (eb)

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