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Kommentar zur KI-Bilanz

Kein Bekenntnis zur Medizin?

Die Bundesregierung sollte sich eindeutiger zu KI und ihren hochfliegenden Plänen zur Präzisionsonkologie positionieren.

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:

Nun sag, Bundesregierung, wie hast du’s mit der Künstlichen Intelligenz (KI) und der Medizin? Im September, als das Bundeskabinett den Fortschrittsbericht zur nationalen Hightech-Strategie 2025 beschlossen hat, hieß es, ein zentrales Anliegen der Regierung sei es, KI in Anwendung zu bringen. „Gerade im Gesundheitsbereich birgt der Einsatz von KI-Methoden große Potenziale, etwa bei der Diagnose und Behandlung von Krebs oder im Bereich der individualisierten Medizin“, war zu lesen.

Mit ihrer KI-Strategie will die Bundesregierung nach eigenem Bekunden explizit einen Beitrag zur Umsetzung ihrer Hightech-Strategie leisten. Doch ausgerechnet am Freitag, als die drei Minister Karliczek (Forschung), Altmaier (Wirtschaft) und Heil (Arbeit), die Bilanz zum 1-Jährigen der KI-Strategie zogen, war von Medizin nichts zu hören.

Sicher: Autonomes Fahren zieht mehr in den Bann als die komplexe, KI-basierte Krebs-Präzisionsmedizin. Zumindest in der medizinischen und in der Medizintechnik-Forschung – auch beim Ausrufen der Nationalen Dekade gegen Krebs wurde man nicht müde, das Potenzial der KI zu betonen – könnte der Eindruck entstehen, Gesundheit und KI seien der Regierung nur dann wichtig, wenn das Auditorium stimmt. Ein Bekenntnis sieht anders aus!

Schreiben Sie dem Autor: matthias.wallenfels@springer.com

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Medizinische Angaben gegenüber KI sind oft lückenhaft

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