Gewalt gegen Beschäftigte

Klinikum Leverkusen tritt Präventionsnetzwerk bei

Von der Mitgliedschaft bei #sicherimDienst erhofft sich das städtische Krankenhaus in Leverkusen wichtige Tipps, um die Sicherheit und den Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhöhen.

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Andre Niewöhner (#sicherimDienst), Jessica Odenthal (Klinikum Leverkusen, Anne Herr (#sicherimDienst) und Professor Marc Busche (Klinikum Leverkusen) (v.l.n.r.) bei der Übergabe der Beitrittsurkunde an die Klinik-Vertreter.

Andre Niewöhner (#sicherimDienst), Jessica Odenthal (Klinikum Leverkusen, Anne Herr (#sicherimDienst) und Professor Marc Busche (Klinikum Leverkusen) (v.l.n.r.) bei der Übergabe der Beitrittsurkunde an die Klinik-Vertreter.

© Klinikum Leverkusen

Leverkusen. Das Klinikum Leverkusen will ein Konzept für die Sicherheit und den Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erarbeiten. Wichtige Impulse soll dabei das Netzwerk #sicherimDienst liefern, dem die Einrichtung als erstes Krankenhaus beigetreten ist.

#sicherimDienst ist eine Kampagne der nordrhein-westfälischen Landesregierung, die sich gegen jegliche Form der Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst wendet. Kernelemente sind ein übergreifender Präventionsleitfaden und ein landesweites Präventionsnetzwerk. Das Netzwerk umfasst über 750 Beschäftigte aus 300 Behörden, Institutionen, Verbänden und Organisationen.

„Wir freuen uns, dass wir von anderen lernen können und Fehler von vornherein vermeiden können“, sagt Jessica Odenthal vom Stab für Betriebliches Gesundheitsmanagement des Klinikums Leverkusen.

Sicherheits-Maßnahmen systematisch zusammenführen

Bei dem Engagement für eine höhere Sicherheit für die Beschäftigten fängt das Klinikum Leverkusen nicht bei null an, betont sie. „Wir haben bereits einige Maßnahmen der Verhaltens- und Verhältnisprävention eingeführt.“ Dazu gehören Deeskalationstrainings und Selbstverteidigungskurs, Schulungen zu Konfliktgesprächen oder Treffpunkte für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um abends gemeinsam ins Parkhaus zu gehen.

„Unser Plan ist, die einzelnen Maßnahmen systematisch zusammenzuführen und in die Unternehmenskultur zu implementieren“, sagt Odenthal. Dabei könnten die Mitglieder des Netzwerks wichtige Erfahrungen beisteuern, hofft sie. Das umfasst auch technische und bauliche Maßnahmen. „Braucht man wirklich 20 Eingänge mit Zutrittsmöglichkeiten zum Krankenhaus oder reichen auf fünf?“

Gereizte Grundstimmung in der Notfaufnahme

Odenthal absolviert gemeinsam mit Professor Marc Busche, Leiter der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie, ein „Berufsspezifisches Interventions- und Sicherheitstraining“, das von der NRW-Polizei angeboten wird. Die beiden wollen das in dem Kurs Gelernte dann ihrerseits als Multiplikatoren an die Kolleginnen und Kollegen im Klinikum Leverkusen weitergeben.

Auch dort sind Aggressionen von Seiten der Patientinnen und Patienten oder ihrer Angehörigen keine Seltenheit. Das gilt insbesondere für die Notaufnahme. „Man merkt eine angespannte Grundstimmung und eine leichtere Reizbarkeit“, erzählt Odenthal.

Da anfangen, wo man etwas ändern kann

In einem Pilotprojekt will das Klinikum jetzt gemeinsam mit Partnern aus dem Netzwerk prüfen, wie sich die Situation in der Zentralen Notfallambulanz unter Sicherheitsaspekten verbessern lässt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedenen Bereichen und Berufsgruppen des Klinikums wollen gemeinsam mit den Externen erarbeiten, wo die Probleme liegen und welche Lösungsmöglichkeiten es gibt, um die Sicherheit zu erhöhen. „Wir müssen sehen, was umsetzbar ist und was zur Situation in der Notfallambulanz passt.“

Die Besucher des Klinikums werde man nicht ändern können, sagt Odenthal. „Wir konzentrieren uns auf das, was wir ändern können.“ (iss)

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