Pharma

Konzernumbau beschert Glaxo hohen Gewinn

GlaxoSmithKlines Pharmasparte erneuert sich schneller als erwartet. Bis 2018 soll sich das Portfolio entscheidend verjüngt haben.

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LONDON. Beim britischen Pharmahersteller GlaxoSmithKline hat sich der Konzernumbau 2015 deutlich auf der Habenseite bemerkbar gemacht: Die Veräußerung des Onkologie-Geschäfts an Novartis sorgte für einen hohen Sonderertrag.

Kosten unter anderem für ein laufendes Restrukturierungsprogramm, das ab 2018 pro anno drei Milliarden Pfund Einsparungen bringen soll, wurden dadurch mehr als ausgeglichen.

Der Gesamtumsatz verbesserte sich um vier Prozent auf 23,9 Milliarden Pfund (31,5 Milliarden Euro). Nach Steuern verdiente GSK mit 8,4 Milliarden Pfund dreimal so viel wie im Vorjahr.

Die Veränderung des Konsolidierungskreises ließ die Pharmaerlöse um sieben Prozent zu konstanten Wechselkursen auf 14,2 Milliarden Pfund zurückgehen.

Mit Impfstoffen und OTC-Produkten wurde nach dem Spartentausch mit Novartis dagegen zweistellig mehr eingenommen.

Dennoch ist die Pharmasparte, die zuletzt unter etlichen Patentausläufen zu leiden hatte, laut Konzernhef Andrew Witty auf einem guten Weg.

Das Ziel, mit jungen Produkten einen Umsatzbeitrag um jährlich sechs Milliarden Pfund zu erwirtschaften, werde bereits 2018 - und damit zwei Jahre früher als vormals angekündigt - erreicht.

In diesem sowie dem kommenden Jahr sei mit einigen Pipelinefortschritten zu rechnen, kündigte Witty an.

Das betreffe unter anderem den Gürtelrose-Impfstoff "Shingrix", den Rheuma-Antikörper Sirukumab, für den im November 2015 die Phase III angelaufen ist, sowie Daprodustat, einen oralen Wirkstoff gegen Blutarmut bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung.

Zudem werde GSK 2016 und 2017 mit mehr als 20 F&E-Projekten in die klinische Phase-II gehen. (cw)

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