Kommentar zur Barrierefreiheit

Lohnende Investition

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:

Der Ersatzkassenverband vdek geht hart mit Praxisteams ins Gericht. Nicht zuletzt mit Blick auf die Herausforderungen durch den Demografie-Wandel, der Deutschland schnell altern lässt, sieht er massive Defizite, wenn es um Barrierefreiheit in Praxen geht.

So führt der Verband ins Feld, dass allein von den rund 200.000 auf seinem Arztbewertungsportal registrierten Praxen nach eigenen Angaben nur etwa elf Prozent mindestens drei von zwölf Kriterien des vdek an eine barrierefreie Praxis erfüllen.

Unbestritten besteht Handlungsbedarf, wenn die von der KBV im vergangenen Jahr ermittelten rund 9,6 Millionen Bürger mit Behinderung im Krankheitsfalle versorgt werden sollen.

Gerade die aus dem Boden schießenden modernen Gesundheitszentren und Ärztehäuser haben das Potenzial erkannt, das sich ihnen mit exzellentem Service - und nichts anderes ist die Barrierefreiheit - bietet. Sie können damit bei Patienten mit Behinderung wie auch deren Begleitpersonen punkten. Sie werden entsprechend weiterempfohlen.

Aber auch für Bestandspraxen gilt, dass sie zumindest innerhalb der Räumlichkeiten für ein Stück Barrierefreiheit sorgen können - zum Beispiel mit einer altersgerechten Beschriftung der Räume. Das wäre ein sinnvoller Anfang.

Lesen Sie dazu auch: vdek beklagt: Zu viele Praxen nicht barrierefrei

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