Kommentar

Mär von der Inklusion im Job

Von Matthias WallenfelsMatthias Wallenfels Veröffentlicht:

In puncto Inklusion gibt es in Deutschland durchaus noch Luft nach oben. So hatte der UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen bereits im vergangenen Jahr im Zuge seines Staatenprüfungsverfahrens in Deutschland weiter Defizite bei der Gestaltung der Inklusion im Alltag angeprangert.

Für Arbeitnehmer birgt das Thema Inklusion anscheinend großes Angstpotenzial. Wie eine aktuelle, bevölkerungsrepräsentative Befragung unter 1000 Beschäftigten über 18 Jahren zeigt, würde jeder Vierte am Arbeitsplatz - wenn möglich - den Mantel des Schweigens ausbreiten, wäre er von einer chronischen Erkrankung oder Behinderung betroffen.

Große Verunsicherung herrscht vor allem im Hinblick auf den Erhalt der eigenen Arbeitskraft.

Bemerkenswert: In einer anscheinend immer offener werdenden Welt, in der jeder den Datenschutz anmahnt, aber gleichzeitig hemmungslos intimste Details auf Sozialen Medien wie Facebook oder Twitter postet, grassiert besonders unter jungen Arbeitnehmern die Furcht vor einer chronischen Erkrankung egal, welcher Art.

Diese - bereits in wenigen Berufsjahren erlernte? - Einstellung entlarvt jeden Sonntagsredner. Inklusion ist bei Weitem noch nicht gelebte Realität, auch in den meisten Unternehmen nicht.

Lesen Sie dazu auch: Inklusion im Job: Chronisch Kranke haben Angst vor dem "Outing"

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