Berufspolitik

Marburger Bund fordert Korrekturen an Klinikreform

Fallzahlunabhängige Vorhaltefinanzierung, Klinikplanung gemäß Weiterbildungsordung: Nur zwei der Forderungen, die bei der Hauptversammlung des MB am Freitag laut wurden.

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Berlin. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat sich für Korrekturen an der Krankenhausreform von Bundesgesundheitsminister ausgesprochen. In mehreren, fast durchgehend einstimmig und weitgehend ohne Debatte am Freitag beschlossenen Anträgen forderten die Delegierten der Hauptversammlung der Ärztegewerkschaft unter anderem eine „fallzahlenunabhängige Systematik bei der Vorhaltefinanzierung“.

Auf Antrag der Landesverbände Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz beschlossen die Delegierten zudem die Forderung, dass etwa bei Energiekosten, Wasser- und Abwasserkosten die tatsächlichen Vorhaltekosten der Kliniken refinanziert werden sollten.

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Zudem sollten alle Akteure im Gesundheitswesen dafür Sorge zu tragen, dass der Transformationsprozess im Rahmen der Krankenhausreform keine Fachkräfte verloren gehen. „Die Krankenhausreform muss sich daran messen lassen, ob der beabsichtigte Konzentrationsprozess zu den dringend erforderlichen Verbesserungen bei Personalausstattung, Arbeitsbedingungen, Qualifizierung und Nachwuchsgewinnung führt“, heißt es in einem Beschluss.

Die Krankenhausplanungen der Länder sollten sich künftig an den Weiterbildungsordnungen der Ärztekammern ausrichten: „Vollumfängliche Weiterbildungsgänge, also der Erwerb aller notwendigen medizinischen Kompetenzen, müssen auch zukünftig an vielen Krankenhäusern möglich sein.“ (lass)

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