Medizin-Didaktik

Medizinstudierende sollen "Klug entscheiden"-Ansatz erlernen

Veröffentlicht:

GÖTTINGEN. Damit Studierende die Möglichkeit haben, den "Klug entscheiden"-Ansatz zu erlernen, sind Lehrformate nötigt, die einen Schwerpunkt auf das klinische Denken legen.

Ein solches Lehrformat ist der "Key Feature"-Fall: Ein realistischer Patientenfall wird von den Studierenden am Computer "gelöst".

Der Begriff "Key Feature" beziehe sich auf die Schlüsselstellen im diagnostischen und therapeutischen Vorgehen, erläuterte Professor Tobias Raupach, Universitätsmedizin Göttingen, bei einer Pressekonferenz vorab zum Kongress.

Mehr vom DGIM-Kongress

Berichte vom Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Mannheim finden Sie hier: aerztezeitung.de/dgim2016

Die Studierenden müssten Entscheidungen treffen, die sich direkt auf den Therapieerfolg auswirken. Beispiel: Bei Verdacht auf Herzinfarkt muss innerhalb von zehn Minuten ein EKG geschrieben werden.

An der Universitätsmedizin Göttingen wurden über 65 solcher Patientenfälle mit je fünf Entscheidungs-Aufgaben entworfen. Seit dem Sommersemester 2013 haben knapp 500 Studierende diese Fälle bearbeitet und knapp 100.000 einzelne Antworten eingegeben.

Die Bearbeitung der "Key Feature"-Fälle helfe den Studierenden dabei, wichtige Inhalte längerfristig zu behalten, so Raupach.

Die DGIM fördert nun ein Projekt, in dem "Key Feature"-Fälle passend zu den "Klug entscheiden"-Empfehlungen erstellt werden. Doch klinisches Denken kann nicht nur mit "Key Feature"-Fällen gefördert werden.

In einer Computersimulation, die ebenfalls in Göttingen konzipiert wurde, schlüpfen Medizinstudenten in die Rolle des verantwortlichen Arztes auf einer Notaufnahme und müssen rasch Entscheidungen für ihre virtuellen Patienten treffen. Der Erfolg dieser und anderer Lehr-Innovationen wird in begleitenden Studien untersucht. (mal)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Approbation

Mehr als 1.200 Ärzte warten in Hessen auf Zulassung

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Interview zum Vertragsarztrecht

Regress-Prävention: Wie Ärzte Formfehlern aus dem Weg gehen

Lesetipps
Eine Frau streckt ihre Zunge heraus, man sieht ihre Zähne oben.

© vladimirfloyd / stock.adobe.com

Halitosis

Was hinter Mundgeruch stecken kann

Ein Arzt zieht eine Spritze mit dem Botolinumtoxin auf.

© REDPIXEL / stock.adobe.com

Karriere eines Nervengiftes

Wie gut hilft Botulinumtoxin gegen Nacken- und Gelenkschmerzen?