„Frage der Woche“ – ausgewertet

Mehrheit der Ärzte Zeitungs-Leserinnen und -Leser für Lehre zu Abruptiones

Die Ampel-Regierung will die Lehre zu Schwangerschaftsabbrüchen verpflichtend im Medizinstudium verankern. Ein Großteil der Ärzte Zeitungs-Leserinnen und -Leser hält dies für angemessen.

Veröffentlicht:
Frau hält einen Schwangerschaftstest in den Händen

Ungewollt schwanger: Auf diesen Patientinnenfall sollten Ärztinnen und Ärzte im Studium vorbereitet werden, meinen 64 Prozent der Leserinnen und Leser der Ärzte Zeitung.

© fizkes / stock.adobe.com

Leserinnen und Leser der Ärzte Zeitung haben abgestimmt: Knapp zwei Drittel (64 Prozent) von ihnen sprechen sich dafür aus, dass Abruptiones fester Teil des Curriculums im Medizinstudium werden sollen.

Besonders häufig waren die Abstimmenden der Meinung, dass Schwangerschaftsabbrüche nun einmal zur medizinischen Versorgung dazu gehörten (51 Prozent). Dass das Thema nicht nur verpflichtend im Studium gelehrt werden sollte, sondern sich darüber hinaus auch nach dem Studium mehr Kolleginnen und Kollegen damit beschäftigen sollten, gaben 13 Prozent der Leserinnen und Leser an.

Insgesamt haben 117 Personen an der Umfrage teilgenommen. Rund ein Drittel erklärte, dass ihrer Meinung nach niemand dazu verpflichtet werden sollte, sich mit Schwangerschaftsabbrüchen auseinanderzusetzen. Nur wenige Teilnehmerinnen und Teilnehmer (4 Prozent) seien generell gegen Abruptiones.

Abruptiones sollen fester Teil des Curriculums im Medizinstudium werden – finden Sie das richtig?

13 %
Ja, es müssen sich mehr Kolleginnen und Kollegen damit beschäftigen.
51 %
Ja, Schwangerschaftsabbrüche gehören nun einmal zur medizinischen Versorgung dazu.
32 %
Nein, niemand sollte verpflichtet werden, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
4 %
Nein, ich bin generell gegen Abruptiones.

Damit steht ein Großteil der Befragten den Plänen der Ampel-Regierung zu Abruptiones wohl offen gegenüber: Die Bundesregierung hatte im Koalitionsvertrag vereinbart, dass Schwangerschaftsabbrüche Teil der ärztlichen Aus- und Weiterbildung sein sollen. Im September 2023 teilte die Regierung dazu außerdem mit, dass sie mit der geplanten Novelle der Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO) sicherstellen wolle, dass der Schwangerschaftsabbruch zu den verbindlichen Lernziele des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM) zählt.

Die geltende ÄApprO ermöglicht es zwar bereits, dass Abruptiones im Medizinstudium gelehrt werden, die Umsetzung ist jedoch noch fakultativ. Der Entwurf zur Reform der ÄApprO sehe zudem vor, dass medizinische, rechtliche und ethische Aspekte des Schwangerschaftsabbruchs Gegenstand des klinischen Prüfungsstoffs in allen drei Abschnitten der ärztlichen Prüfung sein können, so die Regierung im vergangenen Jahr. (schu)

Lesen sie auch
Lesen sie auch
Mehr zum Thema

Abstimmung unter den Beschäftigten

Brandenburg: Neue Medizin-Uni hat jetzt einen Namen

Das könnte Sie auch interessieren
Grippeschutzimpfung: Jüngere Risikogruppen nicht vergessen

© Springer Medizin Verlag

Intens. Video-Podcast

Grippeschutzimpfung: Jüngere Risikogruppen nicht vergessen

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Herz mit aufgemalter Spritze neben Arm

© Ratana21 / shutterstock

Studie im Fokus

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Prävention durch Influenzaimpfung?

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Arzt im Gespräch mit Patientin

© Ground Picture / shutterstock

STIKO-Empfehlungen

Handlungsbedarf bei Grippeschutz für Chroniker

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Pflanzenzweige in Reagenzgläsern

© chokniti | Adobe Stock

PMS? Phytotherapie!

Evidenzbasierte Phytotherapie in der Frauenheilkunde

Anzeige | Bionorica SE
Packshot Agnucaston

© Bionorica SE

PMS? Phytotherapie!

Wirkmechanismus von Agnucaston® 20 mg

Anzeige | Bionorica SE
Mönchspfeffer Pflanze

© Lemacpro / AdobeStock

Phytotherapie bei PMS

Wissenschaftliche Kurzinformation zu Agnucaston® 20 mg

Anzeige | Bionorica SE
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Krankenhausreformen

Showdown im Vermittlungsausschuss zu Lauterbachs Transparenzgesetz

Freitag Abstimmung im Bundestag

Gesundheitsausschuss stimmt Cannabis-Freigabe zu

Diagnostik- und Therapieempfehlungen

Schweres Gepäck bei Oberflächenthrombosen

Lesetipps
Mit ihren Erfahrungen seien Krebspatienten als gleichwertige Partner in der Forschung anzusehen, sie seien deshalb in diese mit einzubeziehen, forderte Kongresspräsident Professor Reinhard Büttner bei der Eröffnung des DKK 2024.

© Peter-Paul Weiler

Eröffnung des DKK 2024

Appell beim Krebskongress: Patienten stärker in die Forschung einbeziehen!

Kooperation | In Kooperation mit: Deutsche Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Während der Eröffnungspressekonferenz zum DKK 2024 sprachen PD Dr. Yuri Tolkach (v.l.), Prof. Reinhard Büttner, Bärbel Söhlke, Prof. Michael Ghadimi und Gerd Nettekoven zu dem Motto „Fortschritt gemeinsam gestalten“. 

© Peter-Paul Weiler

Neues aus der Krebsversorgung

Pathologe Tolkach: „Wir werden mit KI-Algorithmen präziser und objektiver“

Kooperation | In Kooperation mit: Deutsche Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
 Auf therapeutischer Seite lohnt der Blick in Richtung Mikrobiom deswegen, weil es Einfluss nehmen kann auf die Effektivität bzw. die Toxizität einer Krebstherapie.

© © maxrosoftig / stock.adobe.com

Einfluss von Bakterien & Co

Mikrobiom und Krebs – viel Hoffnung, noch mehr Fragezeichen

Kooperation | In Kooperation mit: Deutsche Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe