Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar – Homöopathie

Patienten entscheiden selbst

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:

Im August sorgte der neugegründete Münsteraner Kreis um die Medizinethikerin Professor Bettina Schöne-Seifert mit seinem Plädoyer für die Abschaffung des Heilpraktikerberufes oder alternativ die Einführung sogenannter "Fach-Heilpraktiker" für große mediale Aufregung.

Dies sind nach Ansicht dieser Gruppe die einzigen Optionen, um das "Missverhältnis von Qualifizierung und Befugnissen der Heilpraktiker zu korrigieren, ohne dabei die Selbstbestimmungsrechte der Patienten ungebührlich zu beschränken", hieß es im "Münsteraner Memorandum Heilpraktiker".

Nicht zuletzt die zögerliche Reaktion von Heilpraktikerseite ließ die Vermutung zu, den Paramedizinern könnten schwere Zeiten bevorstehen, weil ihnen nun verunsicherte Patienten weglaufen. Dem scheint nicht so zu sein. Diesen Schluss lässt zumindest eine aktuelle Branchenumfrage zweier Heilpraktikerverbände zu, an der mehr als 1400 Praxischefs teilgenommen haben.

Besonders die etablierten Praxen berichten von mindestens 50 Prozent Stammpatienten und einer hohen Besuchsfrequenz. Das erinnert an die Wirkung medialer Anti-IGeL-Kampagnen, die Patienten immer wieder vor angeblich sinnlosen und teuren Angeboten warnen. Kampagne oder nicht – Patienten fällen ihr eigenes Urteil.

Lesen Sie dazu auch: Umfrage: 25 Patienten die Woche – für Heilpraktiker oft die Regel

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Update 2026

S3-Leitlinie Lungenkrebs: Das sind die wichtigsten Änderungen

Lesetipps
Ein Dermatologe mit blauen Handschuhen untersucht im Rahmen einer Hautkrebsvorsorgeuntersuchung die durch einen Kreis als auffällig markierten Muttermale auf dem Rücken eines Mannes.

© kinomaster / stock.adobe.com

Frage an die Ethiker

Darf der Intimbereich beim Hautkrebs-Screening ausgelassen werden?

Ein junger Mann liegt im Herz-CT und bekommt gleichzeitig ein EGK geschrieben.

© Svitlana / stock.adobe.com

Plaques bewerten

Screening mittels Koronar-CT: Was das bringen könnte