Praxisführung

Patientenberater und Ärzte fordern IGeL-Verbot

MAINTAL (reh). Die gerade veröffentlichte IGeL-Studie des WidO, des wissenschaftlichen Instituts der AOK, die besagt, dass der IGeL-Markt mittlerweile ein Marktvolumen von 1,5 Milliarden Euro erreicht hat, hat jetzt den Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte (vdää) sowie die Patientenberatungsstellen (BAGP) auf den Plan gerufen.

Veröffentlicht:

Gemeinsam fordern sie ein vollständiges Verbot von IGeL, da die Leistungen das Arzt-Patienten-Verhältnis gefährden würden. Denn, so die gemeinsame Meinung, sie würden die Ökonomisierung der Medizin vorantreiben.

Aber: Medizinisch sinnvolle IGeL, wie Reisetauglichkeitsuntersuchungen sollten zur Kassenleistung werden. Als Übergang bis zum vollständigen Verbot von IGeL forden vdää und BAGP, die Abrechnung dieser Leistungen über die Ärztekammern oder KVen.

Außerdem schwebt beiden Vereinigungen ein Zertifikat für Praxen vor, die "keine unsinnigen IGeL anbieten".

Mehr zum Thema
Schlagworte
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO: „Ich bin tief besorgt über die Ausbreitung der Affenpocken, die nun in mehr als 50 Ländern nachgewiesen wurden“. (Archivbild)

© Salvatore Di Nolfi / KEYSTONE / dpa

Gehäufte Infektionen

WHO: Affenpocken keine internationale Notlage