Direkt zum Inhaltsbereich

Tag der Apotheke steht im Zeichen der Organspende

Veröffentlicht:

NEU-ISENBURG (run). Den diesjährigen Tag der Apotheke am 9. Juni wollen bundesweit Apotheken nutzen, um ihre Kunden auf das Thema Organspende aufmerksam zu machen.

Der Schwerpunkt der Aktionen unter dem Motto "In jedem steckt ein Lebensretter" liegt daher auf einer Aufklärungsaktion mit der Deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO). "Mit Plakaten, Handzetteln und Gesprächen informieren wir unsere Patienten über die Organspende, und wollen so Vorbehalte abbauen", erklärt Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer.

Außerdem müsse über die Wichtigkeit des Organspendeausweises aufgeklärt werden. Zusätzlich zur allgemeinen Information über das Thema, wollen Apotheker diesen Tag auch nutzen, um auf ihre Leistungen bei der Betreuung von Patienten mit einem Spenderorgan hinzuweisen.

Da diese ihre ganzen Lebensgewohnheiten auf die Einnahme der organerhaltenden Medikamente, wie Immunsuppressiva, ausrichten müssen, ist zum einen die Compliance wichtig. Zum anderen ist bei der Einnahme weiterer Arzneimittel besondere Vorsicht und Beratung geboten.

Die Annahme, dass Organempfänger nach der oft langen Wartezeit auf ein Spenderorgan besonders therapietreu seien, stimme leider nicht, sagt Professor Irene Krämer, Direktorin der Apotheke der Universitätsmedizin Mainz. So verdreifache Non-Compliance das Risiko der Abstoßung einer transplantierten Niere.

Studien zeigen, dass Transplantierte von einer pharmazeutischen Betreuung durch den Apotheker profitieren, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) mitteilt. Verglichen wurde dabei etwa der Behandlungsverlauf lebertransplantierter Patienten, die von Ärzten und Apotheker in herkömmlicher Art behandelt und beraten wurden, mit lebertransplantierten Patienten, die zusätzlich von einem Apotheker pharmazeutisch betreut wurden.

Den pharmazeutisch betreuten Patienten wurden in mehreren Gesprächen von einem Krankenhausapotheker unter anderem die Wirkungsweise und Nebenwirkungen der Immunsuppressiva, die Begleitmedikation oder die Selbstkontrolle ausführlich erläutert.

Unterstützt wurden die Gespräche durch schriftliches Informationsmaterial. Die Pharmazeutische Betreuung durch einen Apotheker verbesserte die Compliance signifikant. Krämer: "Die Behandlung mit Medikamenten wird effektiver, wenn der Patient gemeinsam durch Arzt und Apotheker umfassend und nachhaltig informiert und betreut wird."

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Chancen nutzen für mehr Compliance!

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Zusatzeinkommen

Lukratives Prüfgeschäft: Versorgerpraxen in der klinischen Forschung

Beitragssatzstabilisierungsgesetz

GKV-Sparpaket: Bundesrat stimmt „mit Schmerzen“ zu

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

© quantic69 | iStock

Politische Perspektive

Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

Anzeige | CSL Behring GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

© Springer Medizin Verlag

Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: medac GmbH, Wedel
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Früherkennung von Bluthochdruck

Hypertonie: Wenn die Smartwatch in falsche Sicherheit wiegt

Praxisinventar

So lassen sich Praxen ihre Therapieliege fördern

Lesetipps
Eine ältere Person hält drei Blisterstreifen mit Tabletten zwischen beiden Händen.

© wernerimages / stock.adobe.com

GeriPAIN-Leitlinie

Welche Schmerztherapien eignen sich für geriatrische Patienten?