Corona-Prävention

Testzentren-Betreiber klagt über unklare Finanzierung

Der Testzentren-Betreiber CoviMedical weitet sein Netz an SARS-CoV-2-Teststationen weiter aus. Das Unternehmen klagt über unklare Regelungen bei der Finanzierung der kostenlosen Antigentests.

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Dillenburg. Der Corona-Testzentren-Betreiber CoviMedical sieht Massenschnelltests als einen wichtigen Baustein für die Kontrolle der Pandemie. Das Unternehmen hat nach eigener Aussage in der der Woche vom 22. bis 29. März in seinen bundesweit über 60 öffentlichen Stationen, 47 Firmenstandorten und mobilen Teams mehr als 110.000 PoC-Antigen-Schnelltests, auf SARS-CoV-2 durchgeführt. „Das sind mehr als zehnmal so viele wie vor Einführung der kostenlosen Schnelltests und zeigt die große Akzeptanz in der gesamten Bevölkerung“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Von den sogenannten Bürgertests seien 0,67 Prozent positiv ausgefallen. Allein in den Teststationen seien rund 700 asymptomatische Personen positiv auf das Virus getestet worden. Über die Ostertage plant CoviMedical weitere 45.000 Tests täglich. Bis Ende April will das Unternehmen insgesamt rund 100 Teststationen eingerichtet haben.

Laut Corona-Testverordnung vom 8. März dürfen PoC-Antigentests vom öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) und in vom ÖGD betriebenen Testzentren durchgeführt werden. Darüber hinaus sind unter anderem Arztpraxen oder KV-betriebene Testzentren berechtigt, die kostenlosen Bürgertests anzubieten. Die Abrechnung erfolgt dann über die zuständige Kassenärztliche Vereinigung, in deren Bezirk der Leistungserbringer seinen Sitz hat.

CoviMedical klagt indes jedoch, dass die Finanzierung der Schnelltests unklar sei. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben mit einer Summe im höheren siebenstelligen Bereich in Vorleistung gegangen. Hier sei nun die öffentliche Hand gefordert, eine schnelle Lösung für die Finanzierung der Schnelltests zu erreichen. Einzelheiten dazu waren bis Donnerstagnachmittag aus dem Unternehmen nicht zu erfahren.

„Wir wollen weiterhin Teil der Lösung sein, deshalb wünschen wir uns von der öffentlichen Hand eine schnelle Klärung, wie Bürgertests abgerechnet und erstattet werden können. Im schlimmsten Fall drohen sonst statt Massentests großflächige Teststopps, weil die Vorfinanzierungen in Millionenhöhe nicht mehr gestemmt werden können. Gerade in Zeiten, in denen Schnelltests eine Chance für kontrollierte Öffnungen bieten, kann ein Stopp der Tests nicht im Interesse der Länder, Kommunen und Kreise sein“, sagt Christoph Neumeier, Gründer und Geschäftsführer von CoviMedical. (kaha)

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