Neues Coronavirus

Tübinger Start-up soll Impfstoff entwickeln

Bundesforschungsministerin Karliczek sieht in der Impfstoffentwicklung eine Chance, deutsche Forschungs-Expertise weltweit noch stärker zu positionieren.

Von Matthias Wallenfels Veröffentlicht:
Gibt es bald einen Impfschutzschirm gegen das neue Coronavirus?

Gibt es bald einen Impfschutzschirm gegen das neue Coronavirus?

© by-studio / stock.adobe.com

Berlin/Tübingen. Das Tübinger Biopharma-Start-up CureVac und die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI), eine öffentlich-private Partnerschaft zur Beschleunigung der Impfstoffentwicklung gegen aufkommende Infektionskrankheiten, arbeiten ab sofort zusammen an der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neue Coronavirus (nCoV-2019).

Die 2017 in Davos gegründete CEPI wird von mehreren Regierungen, darunter auch der Bundesregierung sowie der Bill & Melinda Gates Foundation finanziell unterstützt.

Zeitnahe klinische Studie avisiert

Ziel dieser Kooperation ist es nach Angaben des Bundesforschungsministeriums vom Freitag, einen sicheren Impfstoffkandidaten schnellstmöglich in einer klinischen Studie zu testen.

Die Vereinbarung baue auf der bereits seit vorigem Jahr bestehenden Partnerschaft zwischen CureVac und CEPI zur Entwicklung einer schnell einsetzbaren Impfstoff-Plattform auf. Sie beinhaltet laut Ministerium eine Finanzierung durch CEPI von bis zu 8,3 Millionen US-Dollar für eine beschleunigte Impfstoffentwicklung und -herstellung sowie für klinische Studien. CEPI wird vom Bundesforschungsministerium mit 90 Millionen Euro mitgetragen.

„CureVacs Technologie und mRNA-Plattform eignen sich besonders für eine schnelle Reaktion auf virale Ausbrüche wie den aktuellen“, versichert Dr. Mariola Fotin-Mleczek, Chief Technology Officer bei CureVac.

„Werden weitere Herausforderungen meistern“

„Wir wollen mithilfe der bekannten Gensequenz des Erregers innerhalb von wenigen Monaten – also wesentlich schneller bisher möglich – einen Impfstoffkandidaten für die klinische Erprobung entwickeln. Dies ist ein sehr ambitionierter Zeitplan. Auch wenn wir erfolgreich sind, was nicht sicher ist, werden wir noch weitere Herausforderungen meistern müssen, bevor wir derartige Impfstoffe auf breiter Basis zur Verfügung stellen können“, ergänzt CEPI-CEO Richard Hatchett.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) sieht in dem Schulterschluss in puncto nCoV-2019 auch eine Chance, den weltweiten Stellenwert deutscher Forschung zu stärken.

„Das Corona-Virus beunruhigt in diesen Tagen viele Menschen. Die Entwicklung eines Impfstoffs ist ein äußerst wichtiger Beitrag, um die Erkrankung einzudämmen. Es ist ein ermutigendes Zeichen, dass durch eine internationale Allianz wie CEPI diese Entwicklung nun vorangetrieben und dabei deutsche Forschungs- und Entwicklungsexpertise genutzt wird. Ich hoffe, dass jetzt in absehbarer Zeit gute Ergebnisse erzielt werden, auf die sehr viele Menschen in diesen Tagen warten“, so Karliczek.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Eine Frau streckt ihre Zunge heraus, man sieht ihre Zähne oben.

© vladimirfloyd / stock.adobe.com

Halitosis

Was hinter Mundgeruch stecken kann