Private Krankenversicherung

Versicherungskammer bietet Pflege-Beratung

Mit neuen Beratungsangeboten wollen PKV-Unternehmen die Kundenbindung optimieren. So jetzt auch die Bayerische Beamtenkrankenkasse und deren Konzernschwester Union Krankenversicherung.

Ilse SchlingensiepenVon Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht:
Pflege ist anspruchsvoll – das organisatorische und bürokratische Drumherum nicht weniger.

Pflege ist anspruchsvoll – das organisatorische und bürokratische Drumherum nicht weniger.

© Gina Sanders / Fotolia

KÖLN. Die Versicherungskammer Bayern (VKB) bietet Versicherten künftig Beratung und Unterstützung im Falle einer Pflegebedürftigkeit an. Der Service mit dem Namen „Pflege-Partner“ startet am 1. Juni.

„Wir bieten aktive Unterstützung in dieser Ausnahmesituation“, sagt Manuela Kiechle, die im Vorstand der Konzerngesellschaften Bayerische Beamtenkrankenkasse (BK) und Union Krankenversicherung (UKV) sitzt. In vielen Fällen benötigten die Betroffenen und ihre Angehörigen mehr als die finanziellen Leistungen der Pflegeversicherung.

"Ein relevantes Risiko"

„Die Pflegebedürftigkeit ist ein relevantes Risiko. Deshalb machen wir uns viele Gedanken, wie wir das Angebot in diesem Bereich ausbauen können“, erklärt Kiechle.

Die Angebote des „Pflege-Partners“ reichen von allgemeinen Informationen über die Hilfe bei der Beantragung von Pflegeleistungen bis zur Organisation der Pflege.

Adressat sind in vielen Fällen die Angehörigen. Die VKB ermöglicht es ihnen auch, mit digitaler Unterstützung eine Pflegegruppe zu organisieren.

So können alle Beteiligten Informationen austauschen und Zugriff auf wichtige Dokumente erhalten. Auch die Pflegedienste können eingebunden werden. Die verschiedenen Leistungen bündelt die VKB in einer digitalen Plattform.

Als Ansprechpartner in Gesundheitsfragen

Viele PKV-Anbieter versuchen, sich als Ansprechpartner in Gesundheitsfragen bei ihren Versicherten zu positionieren. Die praktische Unterstützung erhöht die Kundenbindung. Gleichzeitig können die Unternehmen über den direkten Kontakt aber auch die Versorgung steuern und Einfluss auf Qualität und Kosten nehmen.

Dabei spielt die Digitalisierung eine zunehmende Rolle – auch bei der VKB. Gemeinsam mit dem PKV-Marktführer Debeka hat sie sich an dem von der Axa und dem Arztsoftwarehersteller CompuGroup entwickelten elektronischen Portal „Meine Gesundheit“ beteiligt.

Inzwischen ist dort auch die HUK-Coburg mit von der Partie. BK und UKV stellen das Portal Vollversicherten und Beamten zur Verfügung. „Zurzeit sind wir noch in der Testphase“, berichtet Harald Benzing, Vorstandsvorsitzender der beiden Versicherer. Der große Vorteil von „Meine Gesundheit“ sei die Vernetzung von PKV-Anbieter, Kunde und Leistungserbringer.

„Wir werden unsere digitalen Angebote sukzessive ausbauen“, kündigt Andreas Kolb an. Er wird im Juni Benzings Nachfolger im VKB-Vorstand.

Online-Sprechstunden im Angebot

So bieten die beiden Unternehmen in Kooperation mit dem Dienstleister Teleclinic Online-Sprechstunden. Das geht bislang nur über einen stationären Computer. „Bald wird es auch über das Smartphone möglich“, versichert Kolb.

Über das PKV-Portal „Meine Gesundheit“ will die VKB den Nutzern einen Medikamentencheck anbieten oder das Rechnungsmanagement: Die Kunden können elektronisch prüfen, ob es sich für sie mit Blick auf den Selbstbehalt oder eine mögliche Beitragsrückerstattung lohnt, eine Rechnung einzureichen.

„Es ist unser Ziel, ein Ökosystem für das Thema Gesundheit und den Übergang zur Pflege aufzubauen“, so Kolb.

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