Patientenumfrage

Video-Sprechstunde mit Arzt ist gefragt

Die digitale Arztkontakt steht laut einer aktuellen Umfrage auf der E-Health-Wunschliste der Patienten ganz oben.

Veröffentlicht:

KÖLN. Fast die Hälfte der Patienten würden per Videotelefonie mit ihrem Arzt in Verbindung treten und für 74 Prozent könnte das Telefongespräch eine Alternative zum Arztbesuch darstellen.

Das hat jetzt eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Versicherers Gothaer ergeben. Einbezogen waren 1000 Bundesbürger im Alter von 16 bis 69 Jahren.

Von ihnen würden auch 39 Prozent per E-Mail mit dem Arzt kommunizieren und 33 Prozent über das Internet chatten.

Die Meinungsforscher haben auch die Nutzung technischer Gesundheits-Anwendungen wie Fitness- und Ernährungs-Apps für Smartphones und Tablet-Computer abgefragt.

Die kleinen, oft schon vorinstallierten Programme sind insgesamt 93 Prozent aller Befragten bekannt, werden jedoch nur von 17 Prozent genutzt. Obwohl sich 23 Prozent der Befragten vorstellen könnten, eine solche Anwendung zu nutzen, ist dies bei 60 Prozent überhaupt nicht der Fall.

Fitness-Apps beliebt

Bei Personen zwischen 16 und 29 Jahren ist die Nutzung mit 24 Prozent von allen Altersgruppen zwar am höchsten, bleibt aber trotzdem niedrig. Bei den ältesten Befragten sind es sogar nur 13 Prozent.

Unter den genutzten Anwendungen liegen Fitness-Apps mit 60 Prozent weit vorne, gefolgt von Ernährungs-Apps mit 21 Prozent und krankheitsbezogene Apps mit drei Prozent. 34 Prozent der befragten App-Nutzer gaben an, dass die Anwendung ihr Bewegungs- und Gesundheitsverhalten verändert hat.

Die meisten sagten, dass sie sich mehr bewegen, viele meinen auch, dass sie ihre Ernährung verändert haben. Bei sechs Prozent wirkten sich die Apps sogar auf die Schlafgewohnheiten aus.

Die große Mehrheit der Nutzer wertet ihre aufgezeichneten Daten aus, wenige teilen sie jedoch mit anderen. 63 Prozent könnten sich vorstellen, ihre Daten mit ihrem Arzt zu teilen, neun Prozent jedoch nur, wenn sie dafür jederzeit Einblick in ihre elektronische Krankenakte bekommen können. (jao)

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Kommentare
Georg Wiegand 20.01.201618:58 Uhr

Vertragsbasis: interessante Option, andere Services wären vielleicht noch wichtiger

Das ist sicher eine hochinteressante Option um einen noch individuelleren Service meiner Patienten zu realisieren, vorausgesetzt es gibt eine verlässliche Vertragsbasis für eine solche Art der Sprechstunde (Stichwort: Vagabundieren). Auch wären vielleicht Fragen der Haftpflichtversicherung vorab mit dem Versicherer zu klären. Es handelt sich ja nicht einfach nur um "chatten".

Was sagen Medizinjuristen dazu ?

MfG,
G. Wiegand

Könnten so etwas nicht auch das Finanzamt, das Einwohnermeldeamt, Lehrer die Agentur für Arbeit oder - derzeut wohl am dringendsten notwenig - das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge anbieten ?

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