Direkt zum Inhaltsbereich

Niedersachsen

Wie gut sind die Kliniken?

Behandlungsergebnisse gut, Entlassmanagement bescheiden: Ergebnisse einer TK-Patientenbefragung.

Veröffentlicht:

HANNOVER. Niedersachsens Krankenhauspatienten sind mit ihrem Klinikaufenthalt und mit dem Behandlungsergebnis sehr zufrieden. Das ergibt die jüngste Aktualisierung des Klinikführers der Techniker Krankenkasse Niedersachsen. Trotzdem besteht auch Nachbesserungsbedarf. Organisation, Unterbringung und das Entlassmanagement erhielten auffällig unterdurchschnittliche Bewertungen.

Die TK hatte rund 13.200 Patienten befragt. Dabei erhielten die niedersächsischen Krankenhäuser im Mittel 79,6 Punkte von 100 für die allgemeine Zufriedenheit und fast genauso viele für ihre Behandlungsqualität (79,1 Punkte). "Das ist ein gutes Ergebnis", so Inken Holldorf, Leiterin der niedersächsischen TK-Landesvertretung. "Beide Werte liegen aber leicht unter dem Bundesdurchschnitt (81,0 und 79,7 Punkte)." Ein Grund hierfür sei die schlechte Bewertung von Organisation und Unterbringung in den Kliniken. Hier liegt Niedersachsen im bundesweiten Vergleich mit 76,3 Punkten an vorletzter Stelle, wie die Befragungsergebnisse deutlich machen, hieß es. "Wir haben einen erheblichen Investitionsstau. Dieser wirkt sich negativ auf die Ausstattung der Krankenhäuser aus", so Holldorf.

Trotz der Kritik sind viele Patenten zufrieden mit der Zusammenarbeit der einweisenden Ärzte und Kliniken. Fast 86 Prozent der Befragten hatten das Gefühl, dass die Klinikärzte gut über ihre Vorgeschichte informiert waren, hieß es.

Etwa 85 Prozent der Befragten würden für eine bessere medizinische Versorgung einen längeren Anfahrtsweg in Kauf nehmen. Selbst bei den über 80-Jährigen wären noch 70 Prozent dazu bereit. Bei Patienten, die sich vor ihrer Krankenhausbehandlung Informationen eingeholt haben, ist die Bereitschaft für eine längere Anfahrt besonders hoch – sie liegt bei knapp 90 Prozent.

Im Wettbewerb der Krankenhäuser sollten spezialisierte Leistungen in Zukunft nur an wenigen Standorten erbracht werden, sagt die TK Landeschefin. (cben)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Tests für die Diagnostik

Akuter Kreuzschmerz: Tipps für ein pragmatisches Vorgehen in der Praxis

Lesetipps
Ins Fitnessstudie statt zum Geburtstag der Oma: Wer eine starke Verpflichtung spürt, Sport zu treiben, könnte eine Muskeldysmorphie haben.

© ME Image / Stock.adobe.com

Krafttraining bis zur Erschöpfung

„Adonis-Komplex“: Was Ärzte beim Verdacht auf Muskeldysmorphie tun können

Ein Hund streckt seine Zunge raus

© gismo2015 / Stock.adobe.com

Haustiere

Kasuistik: Was passieren kann, wenn der Hund die Wunde ableckt